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Ärzte-Einigung: Alle freuen sich über das Ende der Streikmaßnahmen

18.08.2006 / 15:42 Uhr — duz

Die Einigung zwischen dem Marburger Bund und dem Verband der kommunalen Arbeitgeber steht, die Bewertung des bundesweit geltenden Flächentarifvertrags fällt differenziert aus. "Wir sind natürlich auch froh, dass nicht mehr gestreikt wird", betont Dr. Holger Lidolt, Kliniksprecher am Kreiskrankenhaus in Hackenbroich. Finanziell gesehen bedeute das Ergebnis für die meisten Ärzte hingegen eher eine Nullrunde, da der alte BAT-Vertrag für viele günstiger war. Er kenne immerhin einen jungen Assistenzarzt, der zumindest 50 Euro mehr im Monat erhalte. Lidolt: "Insofern machen wir keine Streikparties und klatschen uns auch nicht auf die Schulter." Man dürfe allerdings nicht alles an der finanziellen Seite festmachen: "Wir haben jetzt einen arztspezifischen Tarifvertrag, die elektronische Zeiterfassung und die Dienstzeit wird endlich begrenzt." Diese Punkte würden letztlich überwiegen, gewinnt Lidolt dem Abschluss einiges Positives ab. Hubert Retzsch, Krankenhausdirektor der Kreiskrankenhäuser in Dormagen und Grevenbroich, zeigt sich derweil "verhalten erfreut." Zumindest das Ziel, einen geregelten Betrieb in den Krankenhäusern wieder herzustellen und den Flächentarifvertrag zu erhalten, seien bei den Verhandlungen in Düsseldorf erreicht worden. Ingolf Graul, Kämmerer des Rhein-Kreises Neuss: "Die Mehrkosten des Abschlusses werden den finanziellen Druck auf die kommunalen Krankenhäuser weiter erhöhen. Schon heute schreibt mehr als ein Drittel der Kliniken rote Zahlen." Zu den tatsächlichen Mehrkosten für die beiden Kreiskrankenhäuser konnte Graul aber keine konkreten Angaben machen, da noch keine belastbaren Zahlen aus dem Tarifvertrag vorliegen. Er kündigte an, dass die Kreiskrankenhäuser weiterhin alle Möglichkeiten zur Kostenreduzierung nutzen würden. „Im Vordergrund steht jedoch weiterhin die patientenorientierte ortsnahe Sicherstellung der Versorgung unserer Patienten“, bekräftigt Retzsch.
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