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Finnischer Botschafter zu Gast bei Kemira

01.09.2026 / 10:14 Uhr — Info Dormago - bs

Foto: Christoph Söldner Kemira-Werksleiter Johann Bartek (links) führte dem finnischen Botschafter Kai Sauer (Mitte) und Carl-Philipp Sassenrath MdB durch den Betrieb
Kemira-Werksleiter Johann Bartek (links) führte dem finnischen Botschafter Kai Sauer (Mitte) und Carl-Philipp Sassenrath MdB durch den Betrieb
Nachdem der finnische Botschafter Kai Sauer mehrere Tage als aktiver Schütze beim Schützenfest in Neuss mitmarschiert war, besuchte er auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Carl-Philipp Sassenrath das finnische Unternehmen Kemira im Dormagener Chempark.

Kemira produziert Chemikalien zur Wasseraufbereitung, die unter anderem in Klärwerken und bei der Trinkwasseraufbereitung zum Einsatz kommen. Für die Herstellung greift das Unternehmen unter anderem auf Abfallprodukte der TDI-Anlage von Covestro im Chempark zurück.

Kemira hat seinen Standort im Chempark in den vergangenen Jahren schrittweise erweitert und die Produktionskapazität mehr als verdreifacht. Das Unternehmen befindet sich in Deutschland weiterhin auf Expansionskurs. Aktuell prüft das Bundeskartellamt die Übernahme des Unternehmens Sidra Wasserchemie durch Kemira.

Werksleiter Johann Bartek führte die beiden Gäste durch den Betrieb. Dort arbeiten mehr als 20 Beschäftigte im Drei-Schicht-Betrieb. Die Produktionsprozesse sind hochautomatisiert. Betrieb und Beschäftigte können zudem bald ein besonderes Jubiläum feiern: Seit acht Jahren ist der Standort unfallfrei.

Botschafter Kai Sauer erklärte nach dem Besuch: "Wasser bleibt eine der wichtigsten Ressourcen. Es kann in Zukunft stärker zu Wasserkonflikten kommen. Sauberes Trinkwasser kommt nicht einfach ,nur' aus dem Hahn. Hier leistet innovative Chemie aus Finnland einen wichtigen Beitrag. Solche Betriebe gehören wegen ihrer Bedeutung für unseren Alltag zur kritischen Infrastruktur. Kemira ist neben ICEEYE und IQM eines der Unternehmen, das für enge Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Finnland steht."

Carl-Philipp Sassenrath, Bundestagsabgeordneter für den Rhein-Kreis Neuss, bezeichnete die Integration von Kemira in den Chempark als beispielhaft für die Stärke des Verbunds. Politik und Verwaltung müssten dafür sorgen, dass Unternehmen in der Region weiterhin möglichst ohne Hürden in den Standort, sauberes Wasser und sichere Arbeitsplätze investieren könnten. Kemira und insbesondere der Standort im Chempark Dormagen stünden zudem für das große Potenzial der finnisch-deutschen Beziehungen.

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