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Wie Gartenbesitzer Igeln jetzt helfen können

19.08.2026 / 17:46 Uhr — Info Dormago - bs

Foto: AdobeStock 488685884 Igel finden bei Trockenheit weniger Nahrung
Igel finden bei Trockenheit weniger Nahrung
Die Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen setzen vielen Wildtieren zu – auch der kurze Regen der letzten Tage hat daran wenig geändert. Igel finden derzeit weniger Nahrung als sonst, weil harte, trockene Böden ihnen den Zugang zu Regenwürmern, Insekten und Schnecken erschweren. Besonders betroffen sind Igelweibchen und ihre Jungtiere. Der Rhein-Kreis Neuss weist darauf hin, wie Gartenbesitzer jetzt kurzfristig helfen können – und was langfristig für den Igelschutz wichtig ist.

Dr. Swantje Schumacher, Leiterin des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, empfiehlt, bei extremer Trockenheit flache Wasserschalen mit frischem Wasser im Garten aufzustellen: „Davon profitieren neben Igeln auch Vögel, Eichhörnchen und andere Wildtiere. Das Wasser sollte regelmäßig gewechselt und die Gefäße sauber gehalten werden.“

Wer einen tagaktiven oder unterernährten Igel im Garten beobachtet, kann ihn vorübergehend zufüttern – etwa mit einem Gemisch aus Katzenfutter und getreidefreiem Igeltrockenfutter ohne Zucker oder Zusatzstoffe.

Das Amt für Umweltschutz weist zudem darauf hin, dass gemäß einer Allgemeinverfügung des Kreistags Mähroboter im Rhein-Kreis Neuss in der Dämmerung und nachts nicht eingesetzt werden dürfen. Der Hintergrund: Igel sind nachtaktiv und verbringen ihre Tage versteckt unter Hecken, Büschen, Holzstapeln oder Ästen – nachts sind sie dagegen unterwegs und geraten dann in Gefahr, von den Geräten verletzt zu werden.

Wer Igeln dauerhaft helfen will, sollte Gärten möglichst naturnah gestalten: nicht die gesamte Fläche kurz mähen, „wilde Ecken“ und Randbereiche mit Bewuchs stehen lassen. Das schützt nicht nur Verstecke, sondern hält den Boden dort auch länger feucht, weil er weniger direkter Sonne ausgesetzt ist. Beim Mähen und bei Gartenarbeiten – vor allem in unübersichtlichen Randbereichen – sollte vorher geprüft werden, ob sich dort ein Igel versteckt.

Wichtig sind zudem Überwinterungsmöglichkeiten. Ines Willner, Leiterin des Amtes für Umweltschutz, rät: „Ein Haufen aus Totholz, Reisig und Laub kann im Herbst für Igel ein geeignetes Winterquartier sein. Wenn möglich, sollte man das Laub nicht vollständig entfernen, sondern in einer ruhigen Gartenecke zu einem Laubhaufen aufschichten.“

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