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Schotter oder Mulch? Stadt widerspricht CDU-Kritik

17.08.2026 / 17:25 Uhr — Dormago - bs

Die CDU-Ratsfraktion wirft der Stadtverwaltung vor, bei der Umgestaltung der Kölner Straße wasserdurchlässiges Pflaster gegen Schotterflächen getauscht und langjährige Zierkirschen ohne fachliches Konzept beseitigt zu haben. In ihrer Antwort auf eine CDU-Nachfrage weist die Verwaltung das zurück.

Fraktionschef Peter-Olaf Hoffmann: „Wenn vorhandene Bäume verschwinden und an ihrer Stelle Schotterflächen entstehen, darf die Verwaltung nicht erwarten, dass Bürgerinnen und Bürger diesen Widerspruch einfach hinnehmen.“

Die Verwaltung widerspricht schon der Grundannahme: Es handle sich nicht um Schotter, sondern um eine „Mineralmulchung“ – ein mehrschichtiger Aufbau aus Pflanzsubstrat, dicht bepflanzt mit Zwiebelpflanzen, Stauden und Zwergsträuchern, basierend auf Studien der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL) und der Staudenring GmbH.

Auch bei der Wasserfrage widerspricht die Stadt mit Zahlen: Auf Pflaster mit großen Fugen verblieben nur rund 30 Prozent des Regenwassers vor Ort, bei der neuen Mulchfläche seien es 70 bis 90 Prozent – künftig stehe den Pflanzen also mehr Wasser zur Verfügung, nicht weniger.

Entfernt worden seien ausschließlich „stark abgängige“ Bäume aus Gründen der Verkehrssicherheit, gesunde Bäume habe man stehen lassen. Ersetzt wurden sie durch die ökologisch wertvollere Sorte Prunus x yedoensis; im Rahmen des ISEK-Programms sollen zusätzliche Bäume folgen. Die von der CDU vorgeschlagene Wasserpatenschaft für Bäume gebe es bereits, dazu habe die Stadt schon früher aufgerufen.

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