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SPD: Dormagener Modell als Alternative zu „ABC-Klassen“
21.07.2026 / 8:00 Uhr — Dormago - bs
Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat mit der Stimmenmehrheit von CDU und Grünen die Reform des Kinderbildungsgesetzes und die Einführung sogenannter „ABC-Klassen“ beschlossen. Die Landesregierung sieht darin eine Möglichkeit, die Sprachförderung vor der Einschulung zu verbessern. Kritiker aus Verbänden, Gewerkschaften und Elterninitiativen - darunter auch die SPD Dormagen - bemängeln dagegen, dass die Reform den Fachkräftemangel in Kitas und Schulen nicht löse und Kinder aus ihrem vertrauten Umfeld herauslöse.Die lokalen Sozialdemokraten sowie die SPD-Landtagskandidaten Mathias Junggeburth aus Dormagen und Chantal Messing aus Meerbusch nennen das „Dormagener Modell“ als Alternative. Der Ansatz setzt auf kleinere Gruppen, bessere Personalschlüssel und eine stärkere individuelle Begleitung der Kinder im Kita-Alltag. Sprachförderung erfolgt dabei nicht in zusätzlichen Kursen, sondern integriert in die täglichen Abläufe und Beziehungen zwischen Kindern und Fachkräften.
Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld betont: „Kinder sollten nicht ständig wechselnde Bezugspersonen haben. Je stärker die Arbeit in den Kitas ist, beispielsweise durch einen besseren Personalschlüssel, desto weniger Probleme wird es in der Zukunft geben.“
Junggeburth und Messing unterstützen eine landesweite Ausweitung des Modells. Junggeburth erklärt: „Mein festes Ziel ist es, das Dormagener Modell auf ganz NRW auszuweiten. Ich möchte die bewährten Stärken dieses Ansatzes zum landesweiten Standard zu machen. Wir müssen Kitas so ausstatten, dass sie für jedes Kind ein verlässlicher Ort für die besten Startchancen sind.“
Messing sieht darin einen Ansatz für mehr Bildungsgerechtigkeit: „Mein Antrieb ist es, NRW zum kinderfreundlichsten Bundesland zu machen. Wenn wir frühzeitig und gezielt in unsere Kinder und deren Bildung vor Ort investieren, legen wir das Fundament für ein gerechtes Morgen – das ist die beste Investition in unsere Zukunft.“
Das Dormagener Modell steht damit für einen Ansatz, wie frühkindliche Bildung durch stabile Beziehungen, bessere Rahmenbedingungen und mehr Zeit für einzelne Kinder gestärkt werden kann.
