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Daten sollen Besucherentwicklungen sichtbar machen

15.07.2026 / 15:36 Uhr — Info SWD / Dormago / duz

Foto: SWD Daniel Palmowski, Marius Koy und André Heryschek (von links) freuen sich über die Zusammenarbeit
Daniel Palmowski, Marius Koy und André Heryschek (von links) freuen sich über die Zusammenarbeit
Im RING CENTER Dormagen wurden jetzt an beiden Eingängen insgesamt vier Sensoren installiert. Je zwei Sensoren erfassen dort künftig die Besucherfrequenz in Echtzeit. So entsteht eine belastbare Datengrundlage, mit der das Kaufhaus besser nachvollziehen kann, wann und wie viele Menschen das Geschäft besuchen. Das RING CENTER Dormagen beteiligt sich dabei mit einer eigenen Investition an dem Projekt und übernimmt die Kosten für die benötigte Hard- und Software, die im Rahmen der Smart-City-Initiative unterstützt werden.

Besonders relevant seien die Daten für die Bewertung von Aktionen, Veranstaltungen und verkaufsoffenen Sonntagen, heißt es in einer Mitteilung der SWD, die an dem Praxisprojekt beteiligt ist. Die Daten sollen es ermöglichen, Besucherentwicklungen sichtbar zu machen und zukünftige Maßnahmen gezielter zu planen. Aktuell werden die erhobenen Informationen in ein Dashboard überführt, das Besucherfrequenzen anschaulich und verständlich visualisiert.

„Wir erheben schon seit einiger Zeit in der Innenstadt Besucherfrequenzen und können mit deren Hilfe auswerten, welche Veranstaltungen unter welchen Rahmenbedingungen erfolgreich sind“, ist André Heryschek überzeugt. Der Leiter Strukturwandel und Smart City erklärt: „Mit diesem Projekt erhalten wir zusätzlich einen Einblick in die Konversionsrate zwischen Innenstadtbesuchern und Besuchern des Ring Centers.“ Das helfe dem Einzelhandel dabei, Entscheidungen auf einer fundierten Datenbasis zu treffen. Davon würden nicht nur die Unternehmen profitieren, sondern auch die Bürger, „weil ein lebendiger Handel die Aufenthaltsqualität und Attraktivität unserer Stadt stärkt.“

Für die Einzelhandelsförderung sei das Projekt ein wichtiger Baustein“, meint Marius Koy, Data Analyst im Projekt CityPlanner. „Die Daten helfen dabei, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen besser auf die tatsächlichen Bedürfnisse von Kunden auszurichten. Händler erhalten dadurch eine zusätzliche Entscheidungsgrundlage – etwa bei der Planung von Aktionen, Personal oder Öffnungszeiten. Gleichzeitig können attraktive Angebote und Veranstaltungen noch gezielter entwickelt werden.“

Auch das RING CENTER Dormagen sieht in der Datenerhebung einen klaren praktischen Nutzen: „Wir möchten besser verstehen, wie unser Haus frequentiert wird und welchen Einfluss besondere Aktionen oder Veranstaltungen auf die Besucherzahlen haben“, sagt Daniel Palmowski, EDV-Leitung und Assistent der Geschäftsführung des RING CENTER. „Die Sensorik liefert uns dafür erstmals kontinuierliche und objektive Informationen.“ Das Projekt unterstütze zugleich die Idee von „Heimat shoppen“. Lokaler Einkauf stärke die Kommune, sichere Arbeitsplätze und trage dazu bei, dass Geschäfte, Gastronomie und Treffpunkte vor Ort lebendig bleiben. Wer in der eigenen Stadt einkauft, unterstütze nicht nur Unternehmen und Beschäftigte, sondern auch Veranstaltungen, Vereine und Initiativen. Kurze Wege können zudem Umweltbelastungen reduzieren.

Über das Projekt
Das Smart-City-Projekt im RING CENTER Dormagen verbindet digitale Datenerhebung mit konkreter Einzelhandelsförderung. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen als Grundlage für die Bewertung und Weiterentwicklung von Aktionen, Veranstaltungen und weiteren Maßnahmen zur Stärkung des lokalen Einzelhandels. Im nächsten Schritt sollen die Daten mit den Besucherfrequenzdaten auf der Kölner Straße, der Castellstraße sowie dem Paul-Wierich-Platz korreliert werden.

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