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Keine Chance für Dessau - Starker TSV siegt deutlich

10.05.2026 / 14:39 Uhr — Dormago / duz

Foto: Heinz Zaunbrecher Finn Schroven erzielte elf Tore und setzte immer wieder seine Mitspieler hervorragend ein
Finn Schroven erzielte elf Tore und setzte immer wieder seine Mitspieler hervorragend ein
Ein klassischer Start-Ziel-Sieg für die Handballer des TSV Bayer Dormagen: Das Team von Julian Bauer legte mit einem furiosen Start den Grundstein zum ungefährdeten 42:35 (23:15)-Erfolg gegen den Tabellensiebten Dessau-Roßlauer HV. Und holte zwei immens wichtige Punkte gegen den Abstieg. Sollte heute TuSEM Essen sein Heimspiel gegen Coburg verlieren, wäre der Dormagener Klassenverbleib gesichert. Der Ausgang des Spieles ist Bauer wiederum egal: „Wir wollen in den letzten drei Spielen alles einsammeln, was wir einsammeln können und schauen nicht auf die anderen.“ Gleichzeitig machte der Trainer deutlich: „Nach Potsdam ist ein bisschen was passiert.“

Tatsächlich muss die Aussprache nach der Pleite gegen die Brandenburger eine Bremse gelöst haben. Wie schon in Balingen zeigte der TSV sich gegen Dessau vor 1519 Zuschauern von seiner besten Seite. Vor allem die beiden Rückraumspieler Finn Schroven und Luca Krist spielten die gegnerische Deckung kirre, glänzten mit ihren zusammen 19 Treffern und immer wieder starken Assists. Der Ball wurde am Kreis von Jan Schmidt, Peter Strosack und Felix Böckenholt aufgenommen und zumeist verwandelt. Strosack zeigte sich zudem treffsicher von der Siebenmeterlinie.

Eine kurze kritische Phase überstand der TSV, als Dessau Mitte der ersten Halbzeit von 10:5 auf 12:10 verkürzte. Bauer: „Da haben wir die Kontrolle über das Spiel behalten.“ Sein Team zog wieder davon und konnte sich auf Louis Oberosler verlassen, der mit insgesamt neun Paraden aufwartete. Zur Pause führte der TSV mit 23:15 - exakt wie beim 49:31-Kantersieg gegen Absteiger Oppenweiler/Backnang. 23 Tore in der ersten Halbzeit, die gab es aber in dieser Saison noch nicht im TSV Bayer Sportcenter. Dementsprechend top war die Stimmung auf den Rängen, die Fans feierten am „Blaulicht-Tag“, an dem sich diverse Rettungsorganisationen präsentierten, die wie aus einem Guss spielende Mannschaft. „Heute habe ich nicht einmal daran gedacht, den siebten Feldspieler zu bringen“, war Bauer mit dem Positionsangriff mehr als zufrieden. Sogar ein zweistelliger Sieg war möglich angesichts der 37:26-Führung in der 50. Minute.

Weitere gute Nachrichten: Die Verletztenliste wurde deutlich kleiner, Max Schmidt und Kaj Kriescher sind zurück - ebenfalls Moritz Köster, der kurz vor Schluss aufs Feld kam und mit stürmischem Beifall begrüßt wurde - auch von seinem Bruder Julian und seinen Eltern. Glück im Unglück hatte der stark aufspielende Felix Böckenholt, der sich gleichzeitig mit David Misovych um den Ball bemühte. Der Dessauer landete dabei unsanft auf Böckenholt, der längere Zeit liegenblieb. Später konnte er aber wieder auf der Bank Platz nehmen.

An Pfingstmontag spielt der TSV in Dresden. Das letzte Heimspiel findet am Sonntag, 31. Mai, 17 Uhr, gegen Coburg statt.

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