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Inszenierung bringt Publikum zum Lachen und zum Nachdenken

24.03.2026 / 11:58 Uhr — Britta Flamm / Dormago / duz

Foto: Nils Lux Überzeugten bei Biedermann und die Brandstifter, von links: Swari Posarajasarma, Mona Krause, Mira Look und Tobi Schaaf sowie Emma van Groeningen und Andrea Herfurtner
Überzeugten bei Biedermann und die Brandstifter, von links: Swari Posarajasarma, Mona Krause, Mira Look und Tobi Schaaf sowie Emma van Groeningen und Andrea Herfurtner
Das Pädagogische Zentrum des Leibniz-Gymnasiums wurde jetzt gleich dreimal Schauplatz einer packenden Inszenierung, die das Publikum sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken brachte. Unter der Leitung von Felix Aktas brachte die Theater-AG der Oberstufe Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“ auf die Bühne – ein Stück, das angesichts aktueller politischer Krisen und totalitärer Tendenzen eine erschreckende Relevanz besitzt.

Die jungen Akteure lieferten eine durchweg überzeugende schauspielerische Leistung ab. Besonders beeindruckend war die Darstellung des Gottlieb Biedermann (gespielt von Amina Hatic), dessen Mischung aus Naivität und bürgerlicher Selbstgefälligkeit das Publikum in den Bann zog. Das Zusammenspiel mit den zwielichtigen Gästen Sepp Schmitz (gespielt von Andrea Herfurtner) und Wilma Eisenring (gespielt von Emma van Groeningen) verdeutlichte auf tragikomische Weise, wie Bequemlichkeit und das Ignorieren offensichtlicher Gefahren in den Abgrund führen können.

Ein besonderes Lob gebührt auch der gestalterischen Umsetzung. Die Inszenierung arbeitete mit unterhaltsamen Kniffen, die den Abend auflockerten, ohne die Ernsthaftigkeit des Themas zu schmälern. Besonders die Livemusik des Chores (gespielt von Mona Krause, Mira Look, Swari Posarajasarma und Tobias Schaaf) setzte atmosphärische Akzente und untermalte die spannungsgeladenen Momente auf der Bühne. Auch das Bühnenbild überzeugte: Der Dachboden, auf dem die Brandstifter seelenruhig ihre feuerroten Benzinfässer stapelten, schuf eine bedrohliche Kulisse, die den Abgrund, auf den die Handlung zusteuerte, greifbar machte.

Ein absoluter Höhepunkt der Aufführung war das bewegende Endplädoyer. Es hinterließ einen tiefen Eindruck bei den Zuschauern und regte zur Selbstreflexion an. So blieb die zentrale, unbequeme Frage im Raum stehen: „Hätte ich an Biedermanns Stelle vielleicht genauso gehandelt?“

Mit dieser Produktion hat die Theater-AG einen unvergesslichen Theaterabend geschaffen. Die gelungene Mischung aus Komik und Tragik sowie die moderne Relevanz des Stoffes machten die Aufführungen zu einem echten Highlight.

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