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Handball: Erster Sieg in diesem Jahr war besonders wichtig
01.03.2026 / 20:43 Uhr — Dormago / duz
Fünf Wochen mit vier Auswärtsspielen von besonderer Bedeutung und mit Blick auf das Ziel Klassenerhalt: Bis zum 4. April muss Handball-Zweitligist TSV Bayer Dormagen als aktuell 15. der Tabelle gleich viermal zu Mannschaften der unmittelbaren Tabellenregion reisen: Am Mittwoch spielt das Team von Julian Bauer bei den Eulen Ludwigshafen (13.), am Sonntag beim Schlusslicht Oppenweiler/Backnang, am 28. März bei der HSG Krefeld (Vorletzter) und am 4. April beim TV Großwallstadt (14.). Da waren zwei Punkte im Derby gegen TuSEM Essen am Samstagabend äußerst wichtig. Der TSV gewann mit 39:35 (17:18) und die Spieler konnten erstmals in diesem Jahr die Sieger-Humba anstimmen.Dabei sah es zunächst gar nicht so gut aus: Essen setzte sich nach zehn Minuten mit 6:2 ab, auch weil ihr 19-jähriger Torwart Finn Knaack glasklare TSV-Chancen zunichtemachte. Bauer rief seine Spieler zusammen und schwor sie auf die Aufholjagd ein. Prompt drehte der TSV die Partie, führte nach dem 7:2-Lauf in der 17. Minute erstmals mit 9:8. Doch von Wende konnte längst keine Rede sein: Essen legte wieder vor und schien mit einer Drei-Tor-Führung in die Kabine zu gehen. Da hatten sie aber die Rechnung ohne Finn Schroven gemacht: Der Linkshänder nahm zweimal vor der Pause und einmal nach Wiederbeginn genau Maß, die Partie war weiterhin völlig offen.
Vielleicht fehlte Essen im dritten Spiel der englischen Woche im weiteren Spielverlauf mitunter die Konzentration, um letztlich etwas Zählbares mitzunehmen. „Dormagens starkes 1:1 kostet zudem viel Kraft“, sagte TuSEM-Coach Kenji Hövels. Der in der Schlussphase jedenfalls frischer wirkende TSV verließ sich einmal mehr auf sein gekonntes Spiel mit dem siebten Feldspieler – und auf seine beiden Außen Luis Pauli und Kaj Kriescher, die einen „überragenden Job“ machten, wie Bauer sagte. Spätestens Florian Boehnerts Treffer zum 38:35 eine Minute vor dem Abpfiff entschied das Derby. Durch den Sieg überholte der TSV den alten Rivalen wieder in der Tabelle.
Auf die Aufgaben in dieser Woche „freuen wir uns“, erklärte Julian Bauer. „Die Spieler wolle doch lieber spielen als trainieren.“


