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Erst die dritte Titelverteidigung beim Preis der Chemiestadt
14.12.2025 / 16:25 Uhr — Dormago / duz
Die besondere Leistung von Ahmed Hesham stellte Benedikt Wagner vor. „Er ist erst der dritte Säbelfechter, dem die Titelverteidigung beim Preis der Chemiestadt gelang“, sagte der Moderator, der am Samstagabend zusammen mit Léa Krüger informativ durch die Finalkämpfe bei der 48. Auflage des Weltcup-Turniers der Junioren führte. Der eine war der Pole Krzystof Koniusz, der 1979 und 1980 gewann – 1980 setzte er sich gegen seinen Zwillingsbruder Jaroslaw durch - der andere war der Ungar György Boros, der 1988 und 1989 ganz oben auf dem Treppchen stand.
Aber zurück zu Ahmed Hesham: Der Ägypter, der als WM-Dritter in diesem Jahr längst bei den Senioren angekommen ist, dominierte das bedeutende Turnier im TSV Bayer Sportcenter mit 15:7 gegen den Ungarn Oszkar Vajda. Dessen Landsmann Zolan Szalai riss Hesham in der Vorschlussrunde mit 15:12 aus allen Finalträumen. Vajda wiederum hatte den Türken Furkan Yaman mit 15:14 ausgeschaltet. Letzterer hatte den Lauf des Lokalmatadoren Moritz Schenkel in der Runde der letzten 32 mit 15:12 beendet.
So fiel die Bilanz aus Sicht des Veranstalters TSV Bayer Dormagen nicht ganz so erfreulich aus: Schenkel wurde 24., Matthis Husmann und Leonard Weber landeten auf den Plätzen 49 und 61. Der Dormagener Weltcup verfüge freilich international über einen herausragenden Ruf und sei stark besetzt , bestätigte der Präsident des Deutschen Fechtbundes, Benjamin Denzer: „Die Welt ist an diesem Wochenende zu Gast bei Freunden in der Fechthauptstadt.“ Er wertete die Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Politik und Verwaltung beim Empfang als gutes Zeichen für den Bau des neuen Bundesstützpunktes Säbel in Knechtsteden. „Wir haben das Projekt mit dem Rhein-Kreis auf den Weg gebracht, warten aber weiter auf die Fördermittel“, antwortete Erik Lierenfeld.
Deutsche Juniorinnen erreichen Finale in Budapest
Zum Weltcup gehört traditionell die Auszeichnung der heimischen Nachwuchsfechter: Bei den Jungs ist es Delin Su, Einzel- und Teammeister bei der U13 in diesem Jahr. In Abwesenheit der jungen Frauen nahm der Vater von Luisa Rezi die Auszeichnung entgegen. Wären beim Turnier wie früher auch Juniorinnen startberechtigt, wäre die U17-Säbelfechterin vor Ort gewesen. Aber die Vergabe der Weltcups wurde vom Fecht-Weltverband geändert. Deshalb musste Rezi mit ihren Kolleginnen in Budapest antreten. Dort sammelte sie Erfahrung und wurde 23. bei den Kadettinnen und 92. bei den Juniorinnen. Julia Doll wurde 13. und damit beste Dormagenerin bei den Kadettinnen. TSV-Athletin Mirja-Lena Haack sorgte für ein Ausrufezeichen bei den Juniorinnen mit dem Einzug in die Runde der letzten Acht. Sie belegte Rang 7, Marisa Kurzawa kam auf Platz 12. Das beste Resultat bringen Marisa Kurzawa, Mirja-Lena Haack, Catalin Graudins und Mia Weiland aus der ungarischen Hauptstadt mit: Das deutsche Nationalteam zog ins Finale ein. Da setzte sich Italien mit 45:40 durch, aber Silber ist ein herausragender Erfolg!
In Dormagen endete heute der Teamwettbewerb: Italien schlug die Türkei im Finale mit 45:39. Die USA behauptete sich im Kampf um Platz 3 mit 45:34 gegen Usbekistan. Die deutsche Auswahl verpasste mit der hauchdünnen 44:45-Niederlage gegen China das Viertelfinale und musste sich mit dem neunten Platz zufriedengeben.
Das Video zeigt den entscheidenden Treffer von Ahmed Hesham, der den Weltcup in Dormagen gegen Oszkar Vajda gewann

