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Verbraucherzentrale informiert über Wärmedämmung

15.10.2020 / 18:06 Uhr — PI / bs

Foto: VZ NRW Ralf Eming von der Verbraucherberatungsstelle in Dormagen stellt alternativen Wärmedämmungen vor.
Ralf Eming von der Verbraucherberatungsstelle in Dormagen stellt alternativen Wärmedämmungen vor.
Dem Dach des Eigenheims einen warmen Mantel aus Schafwolle umlegen? Mit Altpapier an den Wänden die Heizkosten senken? Was zunächst nach kuriosen Ideen klingen mag, sind tatsächlich gute Methoden zur Wärmedämmung. Tiefe Einblicke in die Vielfalt umweltfreundlicher Dämmstoffe gibt die Verbraucherzentrale NRW in ihrer aktuellen Aktion „(Keine) Zeit für (falsche) Entscheidungen“.

„Wärmedämmung heißt nicht automatisch Styropor oder Mineralwolle“, erklärt der Dormagener Beratungsstellenleiter Ralf Eming. „Für jedes Dämm-Vorhaben gibt es auch alternative Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen, die genauso gefördert werden.“ Das bedeutet seit dem Klimapaket: ein Fünftel der Kosten für die Gesamtmaßnahme können sich Sanierende über Zuschüsse oder steuerliche Erleichterungen vom Staat zurückholen.

Neben der Schafwolle und der Zellulose aus Altpapier stehen zum Beispiel Dämmstoffe aus Seegras zur Auswahl, aus Schilfrohr oder aus Holz. „Jedes Material hat eigene Vor- und Nachteile, quasi einen eigenen Charakter“, erläutert der Energieberater Hans-Jürgen Schlimgen. Welcher Stoff die beste Wahl ist, hängt zum einen vom konkreten Vorhaben ab – bei Fassadendämmungen punkten andere Materialien als bei der energetischen Sanierung des Dachs. Zum anderen kommt es darauf an, welche Aspekte den Sanierungswilligen am wichtigsten sind: Ressourcenschonung? Energieverbrauch bei der Erzeugung, Recyclingfähigkeit? Diese und viele andere Punkte können für die persönliche Entscheidung ausschlaggebend sein.
Nähere Informationen zu ausgewählten Dämmstoffen gibt auch auf den Internetseiten der Vebracuherzentrale NRW.

Ein weiterer Punkt ist natürlich der Preis. Der liegt bei ökologischen Materialien meist höher als bei den herkömmlichen. Doch der Experte erklärt: „Vom Gesamtpreis etwa für eine Fassadendämmung machen die Materialkosten nur rund ein Drittel aus. Selbst ein doppelt so teurer Dämmstoff würde also keine doppelt so hohe Gesamtrechnung bedeuten.“ Keine Bedenken müssen Eigenheimbesitzer laut Schlimgen zudem beim Brandschutz haben: Alle Dämmstoffe sind so behandelt, dass sie kein erhöhtes Risiko darstellen.

Und noch etwas haben alle Dämmstoffe gemeinsam, wie der Beratungsstellenleiter Ralf Eming ergänzt: „Jede Dämmung bringt einen Gewinn fürs Klima.“ In ihrer Einsatzzeit am Haus spart sie viel mehr Energie ein, als für Herstellung, Transport und Montage benötigt wurde.

Eine Anmeldung für persönliche Beratungen direkt vor Ort oder zum Beispiel kostenlos als Videoberatung ist möglich unter 02133/2855 301, 0211/3399 6555 oder online.
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