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Neue Erkenntnisse zum Umbau der Sekundarschule

18.06.2020 / 11:25 Uhr — Dormago

Foto: Dormago Archiv Die Sanierung und Erweiterung der Sekundarschule soll nächstes Jahr fertig werden
Die Sanierung und Erweiterung der Sekundarschule soll nächstes Jahr fertig werden
Dormagen. Die Sanierung und Erweiterung der Sekundarschule an der Bahnhofstraße lässt alle Beteiligten nicht zur Ruhe kommen. Bei einer Begehung der Baustelle mit Vertretern aus der Kommunalpolitik gab es jüngst eine weitere Überraschung: Der Boden des Eingangsbereichs und die Turnhalle waren offenbar nie Bestandteil der vom Eigenbetriebsausschuss genehmigten Planungen. „Ich war ebenfalls überrascht“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Aufgefallen sei die Situation erst durch die Besichtigung von ihm und Frank Wolfgramm, Eigenbetriebsleiter seit Mitte letzten Jahres. Nachdem die ehemals auch für den Eigenbetrieb zuständige Kämmerin Tanja Gaspers (CDU) vor drei Monaten die Stadtverwaltung Richtung Troisdorf verlassen hat, erklärte Lierenfeld die Sekundarschule zur „Chefsache“ - wohl wissend, dass kurz vor der Kommunalwahl politische Gegner die Kritik gezielt auf ihn richten würden.

Prompt kommt nun der Vorwurf der CDU: Lierenfeld hätte der Politik „jetzt wieder einmal die Pistole auf die Brust gesetzt. Eine Entscheidung über die Freigabe von weiteren Steuergeldern sollte am Besten noch gleich vor Ort gefällt werden“, erklärt Martin Seewald, CDU-Sprecher im Eigenbetrieb. Dies stimme nicht, erklärt der Bürgermeister: „Das habe ich explizit ausgeschlossen und gesagt, dass wir hierüber in der Sitzung des Betriebsausschusses am 21. Juli entscheiden. Bis dahin haben wir Zeit. Für die Planungen und Kostenberechnungen soll im Vorfeld eine dringliche Entscheidung getroffen werden. Die wird aber auch Vorlauf haben.“

René Schneider, Bürgermeister-Kandidat der CDU, kritisiert: „Einmal mehr werden die Fachpolitiker von der Verwaltungsspitze nicht rechtzeitig und ausreichend über solche Erkenntnisse informiert, auch mangelt es mal wieder an nachvollziehbaren Zahlen und vor allem an Alternativvorschlägen um von den horrenden Kostenanschlägen für diese neuen Maßnahmen herunter zu kommen.“ Es könne aufgrund der aktuellen Feststellungen noch nichts vorliegen, reagiert Lierenfeld: „Das kommt alles in die Sitzung am 21. Juli.“

In einem Punkt gibt es derweil eine Übereinstimmung: „Selbstverständlich müssen alle erforderlichen Baumaßnahmen, die der Substanzerhaltung der kommenden 15 Jahre dienen, bis zur Eröffnung der Schule im kommenden Jahr erledigt werden. Das sind wir schließlich den Eltern, Schülern, aber auch den Lehrern schuldig. Dabei muss aber immer der Leitsatz eines positiven „Kosten-Nutzen-Verhältnisses“ eingehalten werden“, hält Schneider für notwendig. Lierenfeld: „Das sehe ich auch so.“
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