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Mordanschlag: 35-jähriger gesteht geplante Tat - "Bestrafung" und Suizid angekündigt

19.01.2007 / 13:39 Uhr —

Dormagen. Die durchgeführten Ermittlungen haben ergeben, dass es sich beim Anschlag auf eine 20-jährige Frau am gestrigen Donnerstag um ein Beziehungsdelikt handelt. Täter und Opfer waren einmal ein Paar. Der Dormagener hat die Tat wegen der beendeten Beziehung begangen und nach vorliegenden Erkenntnissen in allen Einzelheiten geplant.

In einem der Polizei vorliegenden Schreiben kündigte er eine „Bestrafung“ seiner Ex-Freundin und seinen anschließend geplanten Suizid an. Der 35-jährige ist in seiner Vernehmung geständig und wird heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung einem Haftrichter vorgeführt.

Die Geschädigte befindet sich nach Auskunft der behandelnden Ärzte außer Lebensgefahr.

Zum Tathergang und zur Festnahme: Nach den übereinstimmenden Aussagen des Festgenommenen und mehrerer Zeugen hat der 35-jährige am Donnerstag, gegen 14.25 Uhr, die Bibliothek betreten und ganz gezielt seine Ex-Freundin gesucht. Als er sie gefunden hatte, überschüttete er sie aus einem mitgeführten Behältnis mit einer brennbaren Flüssigkeit und versuchte diese dann mit einem Streichholz zu zünden. Dies misslang. Das spätere Opfer flüchtete in Richtung Ausgang. Sie wurde dann noch mit einem Molotow-Cocktail beworfen, der sich auch entzündete. Durch das Feuer erlitt die 20-jährige Brandverletzungen. Als der Dormagener die junge Frau wieder erreicht hatte, stach er ihr mit einem Messer in den Rücken. Unmittelbar danach fühlte er sich durch einen Zeugen beobachtet und flüchtete.

Vor der Tatausführung hatte der Beschuldigte einem Angehörigen ein Schreiben zukommen lassen. Daraus war zu erkennen, dass der spätere Täter sich das Leben nehmen wollte. Auch von einer Bestrafung seiner früheren Freundin war die Rede. Der Angehörige kam mit diesem Brief zur Polizei nach Dormagen. Wegen der möglichen Suizidgefährdung fuhren die Beamten dann zur Wohnung des Mannes. Hier konnte er gegen 15.10 Uhr angetroffen werden. Auch aufgrund der in der Wohnung aufgefundenen Beweismittel war ein Zusammenhang zwischen dem jetzt Beschuldigten und der kurz vorher begangenen Tat schnell hergestellt.

Hier wurde die 20-jährige niedergestochen, ein Beamter der Kripo ist am Tatort auf Spurensuche, Foto: Detlev zenk
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