Dormagener Strohwitwen tauschen sich über die Spezies Mann aus
Großartige Stimmung, jede Menge Lacher, Zwischenapplaus und unterhaltsame Beteiligung des Publikums bei einem zwerchfellerschütternden Ratespiel brachten das gemütliche kleine Theater bei der Uraufführung der neuesten Komödie von Sabine Misiorny und Tom Müller, „Er soll so bleiben, wie sie will“, zum Beben. Denn wenn drei Frauen sich in ihrer Lieblingsbar treffen, ist klar, dass für eins gesorgt sein wird: jede Menge Frauenthemen. Wenn dann auch noch ein ganzer Haufen Strohwitwen im Publikum sitzt, kann sich das Trio auf der Bühne der Zustimmung der Leidensgenossinnen sicher sein.
Sandra hat eine Annonce aufgegeben, um sich mit Dormagener Strohwitwen zu treffen und auszutauschen. Und die sind auch alle gekommen und füllen „Jo’s Bar“ mehr als gut. Dass auch ein paar Herren der Schöpfung dabei sind, daran stört sich niemand, auch nicht Sandras Freundinnen Nora und Julia. Und wie es bei den drei Frauen immer so läuft, tauschen sie sich ausgiebig über die Spezies Mann aus und lassen sich dabei jede Menge Secco und Zickengold munden. Für beständigen Nachschub sorgt Barkeeper Jo, der nicht nur stets einen flotten Spruch und eine witzige Anekdote auf den Lippen hat, sondern besonders beim Thema Mann bestens mitreden kann.
Barkeeper Jo bringt Licht ins Dunkel
Bei ihrem unterhaltsamen Beisammensein geraten die drei Frauen jedoch schnell in helle Aufregung, da Nora vermutet, dass ihr Ehemann Horst sie mit einer anderen betrügt. Und bei Sandra und Julia scheint es plötzlich so, als seien sie dem gleichen Charmeur verfallen. Dank seines detektivischen Talents schafft es Jo im Laufe des Abends zum Glück, Licht ins Dunkel zu bringen. Das löst in vielerlei Hinsicht jede Menge Lachtränen treibende Heiterkeit und Zwischenapplaus beim Publikum aus. Und auch für mitreißende Rhythmen ist gesorgt. Wenn Barkeeper Jo das Mikrofon in die Hand nimmt und in atemberaubender Geschwindigkeit die Getränkekarte seiner Bar besingt, gibt es im Publikum kein Halten mehr. Und Julia hat alle Frauen auf ihrer Seite, als sie mit dem Song „Ich brauch Schuhe“ darüber singt, wie sie mit einem Mann gemeinsam Schuhe kaufen geht...
Sabine Misiorny und Tom Müller haben sich Nicole von Zons und Nadine Karbacher mit auf die Bühne geholt. Die Vier scheinen einen unbändigen Spaß bei dieser Komödie zu haben und präsentieren einen Abend voller Humor und Spielfreude. Nach einem nicht enden wollenden Schlussapplaus lässt es sich das Ensemble nicht nehmen, das Publikum noch mit einer Zugabe des Titelsongs „Er soll so bleiben, wie sie will“ zu beglücken.
Die nächsten Termine sind an diesem Wochenende, also heute und morgen, am 6. und 8., 20. bis 22. sowie 28. und 29. März. Die Vorstellung am 6. März ist ein „Mädelsabend“, an dem Männer keinen Zutritt haben und die Frauen ganz unter sich sind. Beginn ist freitags und samstags um 19.30 Uhr, sonntags um 16.30 Uhr. Einlass jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Der Eintritt beträgt 28 Euro, im Vorverkauf 25 Euro. Karten können rund um die Uhr über die Homepage des Kammertheaters gekauft werden und sind außerdem in der City-Buchhandlung in Dormagen erhältlich.
Foto(s): © Archiv Dormago / Kammertheater
