© Suling & Zenk GbR / Erstellt am 25.02.2026 - 15:59 Uhr

Dormagen beteiligt sich an Aktionswochen gegen Rassismus

25.02.2026 / 11:17 Uhr — Info Dormago / bs

Die Stadt Dormagen beteiligt sich erneut mit einem vielfältigen Programm an den Internationalen Wochen gegen Rassismus, die im März europaweit stattfinden und zum 31. Mal in Deutschland begangen werden. Unterstützt werden die Aktionswochen durch das Integrationsbüro, die Volkshochschule, das FrauenCafé sowie die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dormagen, Anja Hain. Das diesjährige Motto lautet: „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.“ Ziel ist es, das Bewusstsein für eine vielfältige Gesellschaft zu stärken, in der alle Menschen in Würde und Selbstbestimmung leben und respektiert werden – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Sprache, Geschlecht, geistigen oder körperlichen Fähigkeiten oder sozialem Status. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist jeweils frei.

Den Auftakt bildet am Freitag, 6. März, von 19.30 bis 21 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses (Eingang Ecke Castellstraße/Römerstraße) die Veranstaltung „Syrien – ein Land zwischen Trümmern und Hoffnung“. Die mehrfach ausgezeichneten WDR-Journalisten Isabel Schayani und Borhan Akid geben in ihrer Weltspiegel-Reportage Einblicke in das heutige Syrien und schildern die Lebensrealität der Menschen vor Ort. Für Borhan Akid ist es zugleich eine persönliche Rückkehr in sein Geburtsland, das er 2014 verlassen musste. Im Anschluss findet ein Podiumsgespräch mit den beiden Journalisten sowie dem Integrationsbeauftragten und Amtsleiter für Integration und Soziales, Volker Lewerenz, statt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter integrationsbuero@stadt-dormagen.de oder telefonisch unter 02133 2575733.

Für Dienstag, 10. März, lädt das FrauenCafé von 9 bis 11.30 Uhr in die Knechtstedener Straße 20 ein. Die Institution in Horrem versteht sich als Ort der Gemeinschaft und gegenseitigen Stärkung. Anlässlich des Weltfrauentages werden Erfolge gewürdigt, Erfahrungen ausgetauscht und interkulturelle Begegnungen ermöglicht. Das Team bietet kleine Snacks und Getränke aus aller Welt an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auskünfte erteilen Khatereh Tawala Alemi unter 0157 54853024 sowie Susanne Huth unter 0175 8811984.

Ebenfalls am 10. März findet von 18 bis 19.30 Uhr der Online-Vortrag „Subtile Feindbilder – aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus“ mit Prof. Christoph Wolf statt. Der Vortrag beleuchtet neben offenem, insbesondere nationalistisch oder biologisch begründetem Antisemitismus auch subtilere Formen wie antisemitische Stereotype, sogenannte Judenwitze oder gegen das Existenzrecht Israels gerichtete Äußerungen. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann über die Website vhsdormagen.de vorgenommen werden.

Den Abschluss bildet am Mittwoch, 25. März, von 19.30 bis 21 Uhr der Online-Vortrag „Antisemitismus – Was gibt es da zu erklären?“ mit Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma. Der Literatur- und Sozialwissenschaftler erhielt für seine Biografie über Christoph Martin Wieland 2023 den Bayerischen Buchpreis. In seinem Vortrag geht er der Frage nach, wie sich soziale Phänomene historisch rekonstruieren lassen und warum dieses Verständnis für eine sachliche Auseinandersetzung notwendig ist. Eine Anmeldung erfolgt ebenfalls über die Homepage der VHS Dormagen unter vhsdormagen.de.

Foto(s): © Veranstaltungsplakat Stadt Dormagen

Foto 1
Die WDR-Journalisten Isabel Schayani und Borhan Akid wurden für ihre Berichterstattung zu Flucht und Integration mehrfach ausgezeichnet