Nicht weit von Dormagen: Kühlturm wird gesprengt
Wer von Dormagen nach Grevenbroich fährt, der kennt die Anlagen. Bald aber wird nichts mehr so sein wie zuvor: Die Rückbauarbeiten auf der Nordfläche des stillgelegten Braunkohlekraftwerks Frimmersdorf kommen nach Angaben von RWE planmäßig voran. Am Donnerstag, 26. Februar, voraussichtlich gegen 14 Uhr, wird der 117 Meter hohe Kühlturm des stillgelegten Blocks Q durch Sprengung kontrolliert niedergelegt. Damit schafft RWE Platz für die zukünftige Nutzung.
Rund um den Kühlturm wird am Tag der Sprengung ein Sicherheitsradius eingerichtet. Aufgrund der isolierten Lage des ehemaligen Kraftwerks sind Anwohner nicht unmittelbar betroffen. Die „Energiestraße“ (L 361) wird zwischen der Abzweigung „Zur Wassermühle“ im Norden des Standorts und der südlich gelegenen Einmündung der Straße „Am Stüßges End“ im Laufe des Vormittags für den Verkehr gesperrt. Im Anschluss an die erfolgte Sprengung wird die Straße zeitnah wieder freigegeben. Auch die Befahrung der Erft mit Wasserfahrzeugen wird in diesem Bereich in diesem Zeitraum nicht möglich sein.
Die Sprengung ist Teil der Rückbauarbeiten auf der nördlichen Kraftwerksfläche auf Grevenbroicher Stadtgebiet. Dort befinden sich die beiden 300-Megawatt-Blöcke P und Q, die nun demontiert werden. Der Rückbau soll Mitte 2028 abgeschlossen sein. Dieser ist Teil der Entwicklung der Gesamtfläche, die parallel vom Land Nordrhein-Westfalen, dem Rhein-Kreis Neuss und der Stadt Grevenbroich über die Zukunfts.Kraftwerk Frimmersdorf Strategie GmbH gesteuert wird. Das Ziel der Gesellschaft ist es, das ehemalige Kraftwerksgelände Frimmersdorf in einen innovativen Gewerbe- und Transformationsstandort zu entwickeln. Im Sinne der industriekulturellen Denkmalpflege sollen die markante Maschinenhalle und einige benachbarte Anlagenteile erhalten bleiben.
Kleinanlieferstation Neuenhausen schließt früher
Aufgrund der Sprengung schließt die Kleinanlieferstation Grevenbroich-Neuenhausen schon um 10.30 Uhr. Das meldet das Amt für Umweltschutz des Rhein-Kreises Neuss. Hintergrund: Die Sperrzone um den Ort der Sprengung erfasst auch die Zufahrt zur Abgabestelle. Zur Not können Abfälle zur Kleinanlieferstation Neuss-Grefrath gebracht werden.
Foto(s): © RWE
