„TuWaS!“: Schule am Chorbusch stärkt MINT-Kompetenzen
Die Schule am Chorbusch in Dormagen setzt gezielt auf frühe MINT-Förderung und ist Teil der Bildungsinitiative „TuWaS! Rheinland – Technik und Naturwissenschaften an Schulen“. Damit gehört die Förderschule zu rund 50 teilnehmenden Einrichtungen in der Region, die Kinder mit praxisnahen Unterrichtseinheiten für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern. Unterstützt wird das Projekt von der Bürgerstiftung Dormagen und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Ziel sei es, junge Menschen frühzeitig für MINT-Themen zu sensibilisieren und langfristig zur Fachkräftesicherung am Niederrhein beizutragen.
Schulleiterin Mercedes Schlosser erklärt im Rahmen der Einführung des Moduls „Chemische Tests“, das Projekt ermögliche handlungsorientierten Unterricht, bei dem die Schülerinnen und Schüler selbstständig mit den Materialien arbeiteten, experimentierten, beobachteten und reflektierten. Die Inhalte seien übersichtlich aufgebaut und gut für heterogene Lerngruppen geeignet, da sich die Aufgaben leicht differenzieren ließen. Klassenlehrerin Klara Kaiser ergänzt, die Einheiten stellten eine motivierende Abwechslung zum herkömmlichen Unterricht dar, förderten Teamarbeit und führten durch abwechslungsreiche Materialien zu positiven Lernerfahrungen.
Auch die Förderer bewerten das Engagement als wichtigen Impuls. Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Peters betont, dass Kinder unsere Zukunft und zugleich auch die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft seien. Darum bedürfen sie auch der größten Unterstützung und Bildung sei ein zentraler Schlüssel für ein selbstbestimmtes und erfolgreiches Leben, weshalb die Bürgerstiftung Dormagen den Ansatz des lebenslangen Lernens verfolge. IHK-Geschäftsführerin Daniela Perner hebt hervor, das Zusammenspiel von Schulen, Stiftungen und Unternehmen zeige, wie regionale Bildungsinitiativen wirksam zur Fachkräftesicherung beitragen könnten, wobei MINT-Bildung eine zentrale Rolle spiele.
Programmkoordinatorin Layal Paczynski erläutert, im Mittelpunkt von „TuWaS!“ stehe forschendes Lernen: Die Schülerinnen und Schüler experimentierten eigenständig, dokumentierten ihre Beobachtungen und tauschten sich über Ergebnisse aus. Dafür erhielten die Schulen erprobte Unterrichtseinheiten und umfangreiche Materialsets zu Themen wie „Festkörper und Flüssigkeiten“, „Bewegung und Konstruktion“ oder „Chemische Tests“. Zudem würden die Lehrkräfte vorab geschult, um die Inhalte wirksam in den Unterricht zu integrieren.
Hintergrundinfo:
Seit dem Start des Programms im Rheinland im Jahr 2008 hat sich „TuWaS! Rheinland“ zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Aktuell beteiligen sich rund 200 Schulen an dem Programm, unterstützt von etwa 120 Unternehmen, Stiftungen und Vereinen. Die Initiative geht auf die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und die Freie Universität Berlin zurück, die für die pädagogischen Konzepte verantwortlich sind und das Projekt wissenschaftlich begleiten.
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