Vortrag der Senioren-Union: Experteninfos zum Schlaganfall
Auf Einladung der Dormagener Senioren-Union (SU) referierte Professor Dr. Jan Sobesky, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Johanna-Etienne-Krankenhaus in Neuss, im großen Saal des Raphaelshauses über den Schlaganfall. Begrüßt wurden die mehr als 100 Gäste von Agnes Meuther, SU Vorsitzenden und Organisator Karl Kress sowie Marco Gilrath, Leiter der Jugendeinrichtung. Bei Kaffee und Kuchen erlebten sie einen informativen Nachmittag.
Professor Sobesky stellte die regional bedeutende Schlaganfall-Klinik am St. Etienne-Krankenhaus mit Stroke Unit, einer spezialisierten Akutstation für Schlaganfallpatienten, vor. In einer auch für Laien verständlichen Präsentation erläuterte er die Behandlungsmöglichkeiten vor und nach einem Schlaganfall. „Ein Schlaganfall bleibt eine schwere Erkrankung, doch mit unserem multiprofessionellen Team können wir ihm oft erfolgreich begegnen und die Patienten auf unserer spezialisierten Stroke Unit engmaschig überwachen“, so Sobesky. Voraussetzung sei, dass Betroffene und Angehörige Warnsignale rechtzeitig erkennen, wie beispielsweise Sehstörungen, Sprach- und Sprachverständnisstörungen, meist einseitige Lähmungen, Taubheitsgefühle, Schwindel mit Gangunsicherheit sowie starke Kopfschmerzen. In solchen Fällen müsse sofort der Notruf 112 gewählt werden.
In Deutschland erleiden jährlich rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall, etwa 1.600 davon werden im St. Etienne-Klinikum behandelt. Die zertifizierte Neusser Neurologie zählt zu den zwanzig größten Fachkliniken in Deutschland. Professor Sobesky betonte zudem, dass viele Patienten nach dem Klinikaufenthalt weitere Unterstützung benötigen. Anschließend übergab er das Wort an seine Kollegin Jennifer Küppers, die seit zwei Jahren als Schlaganfall-Lotsin tätig ist und Betroffene auf dem Weg zurück in den Alltag begleitet. Gerade ältere, alleinlebende Menschen seien auf diese Hilfe angewiesen.
In der anschließenden Diskussion beantworteten die beiden Experten zahlreiche Fragen. Zum Abschluss dankte Meuther den Referenten, Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe für das bereitgestellte Informationsmaterial sowie dem Team des Raphaelshauses für die Unterstützung.
Foto(s): © Dietrich Radtke - SU Dormagen
