Vortrag für alle, die länger gut funktionieren möchten
Die Zahl der Menschen mit Erkrankungen wie Alzheimer und Demenz ist stark steigend. Nach wie vor sind viele Personen der Meinung, die Leistung des Gehirns würde im Alter sowieso abnehmen. „Das Gehirn kennt aber kein Alter und ist in allen Lebensabschnitten anpassungsfähig“, weist Eric Molkenboer auf neuere Untersuchungen hin. „Mit Training kann man Hormone freisetzen, die zuständig sind für die Neubildung von Nervenzellen und die Zahl der Verbindungsstellen (Synapsen) vermehren“, informiert der Physiotherapeut und Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Meditrain. „Deshalb ist es sinnvoll, Menschen zu helfen, bis ins hohe Alter mobil und unabhängig zu bleiben und so mehr Lebensqualität bekommen.“
Themen wie Gehirnleistung, Reaktionsvermögen und Sturzprävention werden bei einer kostenfreien Veranstaltung unter dem Titel „Was uns das Leben über Training lehrt“ am kommenden Dienstag, 10. Februar, ab 19 Uhr im Nievenheimer Meditrain aufgegriffen. Prominenter Referent ist Olympiamedaillengewinner Edgar Itt, ehemals einer der schnellsten Hürdenläufer der Welt. Der frühere Spitzensportler weiß, was es bedeutet, ständig an sich selbst zu arbeiten.
Anschaulich beschreibt Eric Molkenboer die Absicht des Informationstreffens: „Stell dir vor, du gehst durch die Stadt. Jemand kommt dir entgegen, ein Fahrrad schneidet den Weg, du willst ausweichen, gleichzeitig klingelt das Handy oder du bist im Gespräch. Genau in solchen Momenten entscheidet sich oft, ob man sicher bleibt oder stolpert.“ Viele würden bei Sturzprävention zuerst an Kraft und Gleichgewicht denken. Beides sei wichtig, „aber in der Realität passiert ein Sturz selten, weil jemand „zu schwach“ ist. Er passiert, weil das Zusammenspiel aus wahrnehmen, entscheiden und bewegen zu langsam oder zu ungenau wird. Und das ist nicht nur ein Thema für Hochbetagte. Es beginnt schleichend.“
Der Vortrag richtet sich an alle, die „fit bleiben wollen und nicht nur länger leben, sondern länger gut funktionieren möchten. Für Menschen, die ihren Alltag sicherer gestalten wollen, aber auch für Angehörige, die verstehen möchten, was wirklich hilft.“
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