© Suling & Zenk GbR / Erstellt am 05.02.2026 - 19:27 Uhr

Erste Heimatpreise für Märchenspiele und Ehepaar Clemens

05.02.2026 / 13:19 Uhr — Info Stadt / Dormago / duz

Die Preisträger der siebten Auflage des Heimatpreises der Stadt Dormagen wurden jetzt in der „Kulle“ geehrt. Für die musikalische Begleitung sorgte Michael Singendonk. „Heimat ist nichts Abstraktes – sie entsteht durch Menschen, die sich kümmern, Verantwortung übernehmen und mit Herzblut für ihre Orte einsetzen“, sagte Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Die heutigen Preisträger zeigen auf ganz unterschiedliche Weise, wie stark das bürgerschaftliche Engagement in Dormagen ist. Dieses Engagement verbindet Generationen, schafft Identität und macht unsere Stadt lebens- und liebenswert.“

Den ersten Preis teilen sich in diesem Jahr die Zonser Märchenspiele sowie Britta und Christian Clemens. Sie erhielten neben einer Urkunde jeweils ein vom Land NRW gestiftetes Preisgeld in Höhe von 1500 Euro für die Fortführung ihrer Arbeit. Sigrid Scheuß sowie der Heimat- und Geschichtsverein Gohr und Broich freuten sich über Platz 2 und jeweils 1000 Euro. Eine Premiere ist der Dormagener Unternehmenspreis für Heimatförderung. Den übergab die Landtagsabgeordnete Heike Troles an Heinz Lieven, der künftig auch Namensgeber des Preises sein wird. Mit der neuen Auszeichnung würdigt die Stadt das oft stille, aber unverzichtbare Engagement heimischer Unternehmer, die durch finanzielle Unterstützung oder handwerkliche Hilfe maßgeblich zur Heimatpflege beitragen.

Mehr zu den Preisträgern
Die fantasievollen Inszenierungen der Zonser Märchenspiele sind weit über Dormagen hinaus bekannt. Getragen wird dieses kulturelle Aushängeschild von einem starken ehrenamtlichen Fundament. Seit 2005 sind die Märchenspiele als gemeinnütziger Verein organisiert.

Britta und Christian Clemens setzen sich seit vielen Jahren gemeinsam für ihren Heimatort Horrem ein. Christian Clemens ist Vorsitzender der 1995 gegründeten Interessengemeinschaft Horrem. Seine Frau Britta ist die Verwalterin und „gute Seele“ der ehrenamtlich geführten Begegnungsstätte „Haus für Horrem“.

Sigrid Scheuß prägte über Jahrzehnte hinweg mit ihrem fotografischen Werk das Bild Dormagens. In den 1960er-Jahren begann sie damit, Landschaft, Menschen und das gesellschaftliche Leben fotografisch festzuhalten - auch mit Bildbänden „schuf sie ein einzigartiges visuelles Zeitzeugnis der Stadtgeschichte.“

Der Heimat- und Geschichtsverein Gohr und Broich widmet sich seit vier Jahrzehnten der Erforschung und Vermittlung der lokalen Geschichte. Mit rund 70 Mitgliedern engagiere sich der Verein in Publikationen, Vorträgen, Führungen sowie zahlreichen Projekten im Ortsbild.

Der Name Heinz Lieven steht für „unternehmerische Tatkraft ebenso wie für hohe soziale Verantwortung.“ Über viele Jahre unterstützte er Vereine, soziale Einrichtungen und kulturelle Projekte großzügig.

Der Kinder- und Jugendpreis der evd ging an den Schulverein der Salvatorschule Nievenheim. Mit vielfältigen Angeboten wie der Brauchtums-AG, Mitmachaktionen und der Vermittlung örtlicher Geschichte fördere er schon bei den Jüngsten das Bewusstsein für Heimat und Gemeinschaft.

Foto(s): © Sebastian Pototzki

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Preisträger und Jury-Mitglieder auf der Bühne der „Kulle“