Ehepaar Seegers erhält den Wunschpreis bei „Bares für Rares“
Petra und Ekkehard Seegers können zufrieden sein: Für die Kaltnadelradierung, die das Paar aus Dormagen heute bei „Bares für Rares“ vorstellte, gab es die erhofften 300 Euro. Immerhin stammt der Druck (der 1. von 30) von Anatol Herzfeld, einem Meisterschüler von Joseph Beuys. Er hatte die „Faserspinne vom Niederrhein“ zum 125-jährigen Jubiläum von Bayer 1988 als Auftragsarbeit erstellt und setzte sich auf seine Weise mit der Fertigung von Dralon und Perlon auseinander. Die zentrale Figur in dem Kunstwerk zeigt Arachne, die Weberin aus der griechischen Mythologie, erklärte Galerist Detlev Kümmel, der sogar 350 bis 450 Euro als Erlös für möglich hielt.
Das schön gerahmte Bild, von dem er sich nun trennen wollte, hatte Ecki Seegers zu seinem Abschied als langjähriger Leiter der Abteilung „Public Affairs“ bei Currenta erhalten. Von Horst Lichter erhielt er die Händlerkarte und war zusammen mit seiner Frau Petra gespannt, als er den Händlerraum der beliebten ZDF-Sendung betrat. Als die Gebote bei 270 Euro stockten, sprach Seegers von seinem Wunschpreis 300 Euro - und Antiquitätenhändler Benjamin Leo Leo legte noch mal 30 Euro drauf. Der Dormagener schlug sofort ein und sagte später: „Ich hätte auch für 270 Euro verkauft.“
Info
Bei Anatol handelt es sich um ein Pseudonym, eigentlich hieß der 2019 verstorbene Polizist Karl-Heinz Herzfeld. Anatol wirkte lange Zeit im Holzhaus mit Atelier auf der Museumsinsel Hombroich in Neuss-Holzheim.
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