Kreis-SPD: Zwei Prozent sparen - Städte und Gemeinden entlasten
Rhein-Kreis Neuss. Die Städte und die Gemeinde im Rhein-Kreis Neuss stehen unter starkem finanziellen Druck. Der Kreishaushalt für 2026 soll fast 800 Millionen Euro umfassen, rund 54 Millionen Euro mehr als bisher. Diese zusätzlichen Kosten sollen über die Kreisumlage an die Kommunen weitergegeben werden und würden deren Haushalte erheblich belasten.
In vielen Städten ist diese Umlage inzwischen einer der größten Ausgabenposten. Dadurch bleibt ihnen weniger Geld für Investitionen, freiwillige Angebote und Projekte vor Ort. Selbst wirtschaftlich stabile Kommunen könnten durch weiter steigende Umlagen in Schwierigkeiten geraten. Besonders betroffen wären Kitas, Schulen, soziale Angebote, Kultur und Sport – und damit direkt die Lebensqualität der Menschen.
Die SPD-Fraktion im Kreistag fordert, dass der Kreis selbst stärker spart, statt die Kosten vollständig auf die Kommunen zu übertragen. Vorgeschlagen wird ein pauschaler Sparbeitrag von zwei Prozent im Kreishaushalt. Damit soll die Umlage sinken, während die Kreisverwaltung im Laufe des Jahres entscheiden könne, wo verantwortungsvoll gespart werden kann, ohne Investitionen zu kürzen.
Parteienübergreifend unterstützen lt. der SPD alle Bürgermeister im Kreis diese Einschätzung und warnen vor einer weiteren Verschärfung der kommunalen Finanzlage.