© Suling & Zenk GbR / Erstellt am 19.01.2026 - 21:11 Uhr

Der geländetaugliche Richard steckt Hügel und Bodenwellen weg

19.01.2026 / 16:36 Uhr — Info Dormago / duz

Das Frühlingsgefühl beim Straberger Crosslauf erfasste nicht nur Doppelsieger Richard Wilke: Mit 365 Meldungen erreichte die traditionelle Winter-Laufveranstaltung auf dem Wiesengelände am Walddorfstadion und im angrenzenden Wald die zweitgrößte Resonanz seit dem Jahr 2014. „Die Temperaturen über zehn Grad bei Sonnenschein haben uns natürlich in die Karten gespielt“, sagte Bodo Federwisch, Leichtathletik-Abteilungsleiter im FC Straberg: „Entsprechend positiv war die Stimmung bei den Aktiven und im gesamten Helferteam.“ 

Besonders gute Laune hatte selbstverständlich Richard Wilke. Der 33-Jährige von der TG Neuss setzte sich sowohl über die Mittel- wie die Langstrecke souverän durch und betonte: „Es ist mir leicht gefallen.“ Die Schwierigkeiten der pro Runde jeweils drei kraftraubenden Hügel sowie der fünf den Laufrhythmus bremsenden Bodenwellen im Wald am Ende hatte der „geländetaugliche Richard“ offenbar spielerisch weggesteckt. Auf insgesamt neun Runden bewies er summa summarum über 27 Hügel und 45 Bodenwellen seine starke Winterform.

Bei den Start-Ziel-Siegen über 3750 Meter in 12:56 Minuten sowie eine Dreiviertelstunde später über 7500 Meter (26:47) ließ Wilke die Konkurrenten weit hinter sich. Auf den Plätzen zwei und drei landeten im ersten Hauptrennen Martin Schumacher (Kölner Laufteam/13:30) sowie Linus Pormann (SSF Bonn/13:41) und beim Wilke-Alleingang Nummer zwei Sebastian Schmitz (Düsseldorfer SV 04/28:22) und Lukas Kehlenbach  (SSF Bonn/30:15). Als beste Fußballer des gastgebenden FC Straberg platzierten sich zu Beginn der Vorbereitung auf die Rückrunde in der Kreisliga A gleich drei Spieler dank starker Ausdauergrundlage weit vorne: Paul Mertes (5., 32:02),  Philipp Blank (9., 33:06) und Konrad Schwarz (11., 33:32).

Wie alle Gesamtsieger der Hauptwettbewerbe erhielt Wilke unter anderem einen Freistart-Gutschein für den 4. Straberger 1/3-Marathon (Freitag, 4. September – Meldungen über straberger-drittelmarathon.de). Ebenso belohnt wurden Sonja Beba (LAZ Mönchengladbach/15:14 Minuten) nach ihrem hart erkämpften Mittelstrecken-Erfolg vor Pei-Ling Kuo (15:20) und Lisa Jaschke (15:30/beide Tus Köln rrh.) sowie Anne Krämer (Grenzhof), die nach 34:16 Minuten als schnellste Frau die 7500 Meter vor Claudia Schmitz (LAZ Mönchengladbach/35:02) und Christina Dölle (ASC Düsseldorf/41:33) bewältigte.

Die starke überregionale Resonanz von Bonn bis Sonsbeck insbesondere im Nachwuchsbereich gründet auf dem Wertungsrennen zum Crosslauf-Cup des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein (LVN), zu dem der Straberger Cross bereits im vierten Jahr zählt. „Auf diese Weise gelingt es uns, die Attraktivität der Veranstaltung und unserer außergewöhnlich abwechslungsreichen Strecke weit über Köln und Düsseldorf hinaus bekanntzumachen“, erklärt FC-Geschäftsführer Berthold Mertes, der mit seinem Co-Moderator Josef Kollenbroich die überragenden Leistungen im Nachwuchsbereich ansagen durfte: Sie gingen auf die Konten der Sieger des U18-Rennens über 2500 Meter: Bastian Hübner (TSV Bayer 04 Leverkusen/8:28 Minuten) und Lea Topp (SV Sonsbeck/8:55).

Organisationsleiter Christian Jung freute sich über den reibungslosen Ablauf und meinte: „Es ist heutzutage nicht selbstverständlich, eine Veranstaltung dieser Größenordnung ehrenamtlich zu stemmen. Deshalb gebührt allen Helferinnen und Helfern ein großer Dank.“ Das Spitzenereignis vom 17. Januar 2026 sollte die Motivation beim mehr als 1000 Mitglieder starken Walddorf-Sportverein weiter schüren. Jedenfalls markiert das Datum einen Höhepunkt der Crosslauf-Geschichte des FC Straberg.

Foto(s): © FC Straberg

Foto 1
Bereits vorne: Doppelsieger Richard Wilke (897) und Langstreckensiegerin Anne Krämer (987)
Foto 2
Überragende Nachwuchsläuferin war Lea Topp (SV Sonsbeck, 888), mitten in der Spitzengruppe der Jungs
Foto 3
Mischten im Feld der Spezialisten vorne mit: die Fußballer des FC Straberg, von links Philipp Blank, Konrad Schwarz und Paul Mertes