© Suling & Zenk GbR / Erstellt am 22.01.2026 - 08:26 Uhr

Polizei informiert: Unfallflucht zahlt sich nicht aus

02.07.2025 / 10:30 Uhr — Info Polizei - Dormago/bs

Im Rhein-Kreis Neuss kommt es immer wieder zu Verkehrsunfällen, bei denen Beteiligte nach einem Zusammenstoß einfach vom Unfallort flüchten. Im Jahr 2024 registrierte die Polizei insgesamt 3.474 Fälle von Fahrerflucht. In 141 dieser Fälle wurden Personen verletzt.

Eine Unfallflucht lohnt sich in keiner Hinsicht: Wer sich unerlaubt vom Unfallort entfernt, verschärft nicht nur die Situation, sondern riskiert auch empfindliche Konsequenzen – darunter Bußgelder, den Entzug der Fahrerlaubnis und strafrechtliche Verfolgung. Für die Geschädigten bedeutet eine Fahrerflucht oft zusätzliche Belastung: Ohne Ansprechpartner vor Ort bleiben sie im schlimmsten Fall auf den Kosten sitzen.

Dabei ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und übernimmt in der Regel den verursachten Fremdschaden. Eine Flucht vom Unfallort schafft also keine Vorteile, sondern verursacht zusätzliche Probleme – für alle Beteiligten.

Um Unfallfluchten aufzuklären und die Rechte der Opfer zu wahren, veröffentlicht die Polizei regelmäßig Pressemitteilungen mit Zeugenaufrufen. Hinweise aus der Bevölkerung sind dabei oft entscheidend, um Täter zu ermitteln und Unfallhergänge zu rekonstruieren. Auch wenn nicht jeder Hinweis zur Lösung eines Falls führt, kann er helfen, einzelne Puzzlestücke zu ergänzen, Unklarheiten zu beseitigen oder Verdachtsmomente zu bestätigen bzw. auszuschließen. Dank solcher Hinweise konnten bereits zahlreiche Fälle aufgeklärt werden.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um deshalb um Mithilfe, um Unfallfluchten zu reduzieren und Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen zu können. Wer einen Unfall beobachtet oder beteiligt ist, sollte ruhig bleiben, die Unfallstelle absichern, relevante Daten austauschen und die Polizei informieren.

Kontakt zur Polizei Rhein-Kreis Neuss: