© Suling & Zenk GbR / Erstellt am 04.04.2025 - 23:57 Uhr

DORMAGO

Lehrerinnenhof stärkt nun das Umweltbewusstsein am NGK

16.11.2023 / 11:53 Uhr — Info Dormago - duz

Knechtsteden. Zu Beginn der Sommerferien wurde mit den Umbauarbeiten im Lehrerinnenhof des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden (NGK) aus einer fünf Jahre alten Idee Realität. Der Lehrerinnenhof wurde aufwändig umgestaltet und um naturnahe Ruhezonen für Lehrer sowie lebensnahe Experimentiermöglichkeiten für Schüler ergänzt. Realisiert werden konnte das Projekt nur aufgrund finanzieller Unterstützung von Freunden und Förderern der Schule.

Vorbild für die Planung der Anlage waren ein von Studenten gebautes Fließgerinne an der Universität Trier und eine Examensarbeit mit der Idee, dieses Fließgerinne auch für die umliegenden Schulen nutzbar zu machen. Diese Idee entwickelte NGK-Erdkundelehrer Tobias Raidelet für das Norbert-Gymnasium weiter und passte sie an die vorhandenen Gegebenheiten an. Bereits vor über fünf Jahren wurde dazu mit Hilfe
einer AG für eine entsprechende Anlage auf dem Schulgelände des NGK ein Konzept erarbeitet. Im Rahmen einer ersten Umsetzung wurde jedoch deutlich, welches Volumen an Arbeitskraft, Wissen und finanziellen Mitteln nötig ist, um das recht flache Schulgelände so nutzbar zu machen. Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten eines solchen realitätsnahen Modells hielt man an der Idee fest, orientierte sich aber an den tatsächlichen Möglichkeiten.

Neuer Lebensraum für kleine Tiere und Pflanzen
Die gestalterische Planung und der finale Entwurf wurden mit Architektin Aletta Mortsiefer aus der NGK-Pflegschaft erarbeitet - korrespondierend mit dem bereits neugestalteten Schülerinnenhof auf der anderen Seite der Aula. Die Umsetzung erfolgte durch die Gartenlandschaftsbaufirma Hamacher, die das Gelände seit mehr als 20 Jahren pflegt. Das Gerinne besteht aus Ruhezonen, einem stehenden sowie einem fließenden Gewässer und einer Pumpe, um die geschaffene Höhe auszugleichen. Die Anlage bietet vielseitige Möglichkeiten der schulischen Nutzung im Unterricht, renaturiert teils versiegelte Flächen und schafft neuen Lebensraum für diverse kleine Tiere und entsprechende Pflanzen. Die Gestaltung ist mit verschiedenen Baumaterialien und Verarbeitungstechniken besonders naturnah.

Rund um das zentrale Element aus Zufluss und Teich wird man sich künftig auf Holzstegen und Terrassen bewegen und aufhalten können. Die Nutzung wird wie bisher von den Lehrern in den Pausen und am Vormittag sein. Bei Veranstaltungen kann die Anlage zudem als Außenfläche der Aula dienen und soll sogar von Schülern in Kleingruppen im Rahmen der anvisierten Nutzung des Naturmodells als Unterrichtsgegenstand genutzt werden. Solche Modelle verfolgen „die Unterrichtsprinzipien der Anschaulichkeit sowie des Realitätsbezugs und tragen somit zum besseren Verständnis der Lebenswirklichkeit durch Visualisierung und Erlebbarkeit bei“, sagen die Verantwortlichen.

Die Schüler können sich durch einfache Experimente Erkenntnisse über naturwissenschaftliche Sachverhalte erschließen. Ferner wird das Umweltbewusstsein gestärkt und gerade in der Mittel- und Unterstufe der Drang nach Bewegung gestillt. Der praktisch orientierte Unterricht soll die Schülerschaft an die Erschließung ihrer Umwelt heranführen. Entscheidend für eine gelungene nachhaltige Bildung ist neben den inhaltlichen Zielen ein Verständnis für den Raum und die Probleme darin. Neben der Steigerung der Motivation kann auf diese Weise das Interesse für wissenschaftliches Arbeiten und damit Forschen geweckt werden, was nach Meinung der NGK-Vertreter gerade bei Schülern der Sekundarstufe II einen hohen Stellenwert mit Hinblick auf ihre spätere Berufswahl haben kann.

 

Fotoquelle: NGK

Pressefotos
Das neue Biotop mit Fließgerinne sowie Schüler-, Eltern-, Lehrer- und Trägervorstandsvertretern, Architektin  und Vertretern der Baufirma
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