Verbraucherzentrale warnt vor falschen Inkasso-Briefen
Wer aktuell Post von einer Obergerichtsvollzieherin Anja Steinwerk aus Frankfurt oder der Inkassofirma MOB INKASSO AG aus München erhält, sollte auf keinen Fall eine Zahlung leisten. Denn beide Absender haben gemeinsam, dass sie nicht existieren. Es handelt sich um Betrugsversuche.
Bei der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW haben sich diese Woche bereits mehrere Dormagenerinnen und Dormagener gemeldet, die Briefe mit angeblichen Forderungen von teilweise mehr als 900 Euro für Lottoverträge erhalten haben. „Die Briefe sehen sehr authentisch aus. Bei dem Schreiben der falschen Gerichtsvollzieherin könnte man tatsächlich denken, dass es ein amtliches Dokument ist“ sagt Ralf Eming, Leiter der Dormagener Beratungsstelle. Aber in beiden Fällen sollen die Überweisungen auf Konten im Ausland gehen, was man an den beiden Buchstaben am Beginn der IBAN erkennen kann. „Wenn die IBAN nicht mit DE beginnt, sollte man stutzig werden“ so Eming weiter. „Außerdem zeigt eine Recherche auf amtlichen Websites schnell, dass es weder die Gerichtsvollzieherin noch das Inkassobüro gibt.“
Wer unsicher ist, ob ein Forderungsschreiben echt und berechtigt ist, kann sich bei der Verbraucherberatung in der Kölner Straße 126 informieren. Die Verbraucherzentrale NRW rät dringend, unklare Forderungen nicht ungeprüft zu zahlen.