© Suling & Zenk GbR / Erstellt am 07.02.2023 - 09:44 Uhr

DORMAGO

Ukraine-Hilfe der Schützen geht weiter

23.11.2022 / 17:59 Uhr — Info / bs

Das Schützennetzwerk aus polnischen Schützen, ukrainischen Kosaken und dem Hilfswerk deutscher Schützen im Verbund mit privaten Hilfsgruppen und der Stadt Dormagen hat gezeigt, dass es keiner großen Hilfsorganisationen bedarf, um wirksam sowohl den notleidenden Menschen in der Ukraine als auch den Geflüchteten vor Ort Hilfe leisten zu können.

„Immer wieder kommen gezielte Bitten nach dringend benötigten lebens- und überlebenswichtigen Dingen wie Verbandsmaterialien, Aderpressen, Schmerzmitteln etc.“, berichtet Peter-Olaf Hoffmann. Der Stürzelberger ist Generalsekretär der Europäischen Schützengesellschaft. „Besonders schlimm wurde es, als Russland begann, die ukrainische Infrastruktur zu zerstören und dadurch die Menschen in den Städten und Dörfern von der Strom- und Trinkwasserversorgung abschnitt und sogar das Kochen und Heizen unmöglich wurde.“

Die psychiatrische Klinik in Lemberg, die zu ihren 650 eigenen Patienten auch noch 350 evakuierte Patienten aus dem Osten der Ukraine aufnehmen musste, hatte nach dem russischen Raketenbeschuss Mitte Oktober keinen Strom mehr und die Klinik war kalt und dunkel. Auf offenen Holzfeuern und im Freien musste die Versorgung mit warmen Mahlzeiten notdürftig gesichert werden. „Als uns der Hilferuf nach Taschenlampen, Kerzen und Stromgeneratoren erreichte, sind wir sofort aktiv geworden“, führt der Dormagener Bürgermeister a. D. weiter aus. „Es ist aktuell gar nicht so einfach, Stromgeneratoren in Deutschland zu kaufen. Dem Dormagener Schützen und Vorsitzenden der örtlichen Bürgerstiftung ist es dann gelungen, einen Lieferanten zu finden, der die Generatoren direkt an unsere polnischen Schützen in Krakau liefern konnte. Von dort sind sie auf schnellstem Wege nach Lemberg geschafft worden.“ 14 Tage nach dem Hilferuf aus der Klinik waren die Generatoren vor Ort und die Menschen konnten wieder mit Strom und warmem Essen versorgt werden.

Möglich war das aufgrund vieler Spenden, die von Bruderschaften, Unternehmen, privaten Spendern und Bürgerstiftungen zusammengekommen waren. Mit den vier Stromgeneratoren für mehr als 10.000 € konnte auch eine große Medikamentenspende der Borussia-Stiftung Mönchengladbach und mehrere Paletten haltbarer Lebensmittel in das Krisengebiet geschickt werden.