DORMAGO

Katastrophe: Große Unterstützung von Unternehmen

20.07.2021 / 17:44 Uhr — Covestro, Bayer, Lanxess / Dormago

Viele Covestro-Kolleg:innen sind von den Verwüstungen durch das Hochwasser betroffen: Ihre Wohnungen und Keller stehen unter Wasser, sie haben keinen Strom und Internet oder sie können ihre Häuser nicht verlassen. Wen es nicht persönlich getroffen hat, der sorgt sich um Freunde und Familie, die mit den Folgen der Fluten zu kämpfen haben. NRW-Standortleiter Daniel Koch: „Viele Kolleginnen und Kollegen haben sich gemeldet, ihre Hilfe angeboten oder nach Unterstützung gefragt.“ Covestro ermöglicht Mitarbeitenden, die helfen möchten, eine bezahlte Freistellung für bis zu fünf Tage. Gleichzeitig stellt Covestro der Bürgerstiftung Leverkusen in einem ersten Schritt 50.000 Euro als Soforthilfe zur Verfügung, die dann nach Bedarf eingesetzt werden können. „Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden, in die Gespräche zu gehen und genau zu ermitteln, wo man uns braucht und in welcher Form“, erklärt Ute Müller-Eisen, Leiterin NRW-Politik.

In NRW sind die Kolleg:innen zudem dabei, die Bestände von Covestro an nützlichen Materialien für Aufräumarbeiten zu sichten. Bereits am Montag konnten einige Materialien bereitgestellt werden, die nun bei der Beseitigung von Flutschäden in Erftstadt unter Initiative von Kollegin Annika Triebel verwendet werden. „Wir helfen im ersten Schritt mit zwei Dingen: Mit Material und mit engagierten Händen“, so Standortleiter Koch. „Und sind so auch mit den Herzen dabei.“ Nora Krischer von Covestro hat Familie und Freunde in der stark betroffenen Region im Ahrtal: „Mich freut der Zusammenhalt bei Covestro und die Solidarität der Kolleginnen und Kollegen sehr. In den umliegenden Baumärkten gibt es kaum noch Material. Daher freuen sich die Nachbarn in meiner Heimat gerade sehr, dass handfeste Hilfe unterwegs ist.“

600.000 Euro für die Opfer
„Tief betroffen haben wir beobachtet, wie Menschen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft trauern, weil sie ihren Besitz, ihr Zuhause oder sogar ihre Angehörigen durch die Hochwasser-Katastrophe verloren haben“, sagt Dr. Monika Lessl, Direktorin der Bayer Foundation. Das umfassende Spendenprogramm der Bayer AG: 500.000 Euro gehen als Soforthilfe für die nationale Katastrophenhilfe an das DRK. Damit unterstützt das Unternehmen die Arbeit der mehr als 3500 ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräfte. Jeweils 50.000 Euro gehen als regionale Hilfen an die Bürgerstiftung Leverkusen und die Gemeinschaftsstiftung Wuppertal. Die Stiftungen setzen sich für Bürger in den jeweiligen Städten ein, die in Folge der verheerenden Überschwemmungen in Not geraten sind.

Parallel dazu rufen Bayer und das DRK gemeinsam ein Programm ins Leben, um Mitarbeiter- mit Unternehmensspenden zu verbinden. Unter dem Motto „Make a match“ können alle Bayer-Beschäftigten an das Deutsche Rote Kreuz spenden, um dessen Hochwasserhilfen in Deutschland zu unterstützen. Jede Summe, die in diesem Rahmen privat gespendet wird, verdoppelt das Unternehmen bis zu einer Höhe von 50.000 Euro. Darüber hinaus steht Bayer im engen Kontakt mit Behörden, Rettungskräften und Hilfsorganisationen, um mögliche weitere Unterstützungen zu organisieren. Mitarbeiter:innen, die selbst vom Hochwasser betroffen sind oder Hilfsaktionen vor Ort unterstützen möchten, sollen die Möglichkeit erhalten, sich dafür von der Arbeit im Unternehmen freistellen zu lassen.

Hilfspaket geschnürt
Auch LANXESS hat ein Hilfspaket für die Betroffenen der Flutkatastrophe geschnürt. Der Spezialchemie-Konzern spendet 100.000 Euro an die Bürgerstiftung Leverkusen. Die Bürgerstiftung hat eine Soforthilfe eingerichtet, denn mehrere Stadtteile sind vom Hochwasser in der vergangenen Woche stark getroffen worden. Leverkusen ist der weltweit größte Standort von LANXESS mit insgesamt rund 3200 Mitarbeitern. Zudem hat das Unternehmen seine Mitarbeitenden zu Spenden an die „Aktion Deutschland hilft e.V.“ aufgerufen, unter deren Dach über 20 Hilfsorganisationen zusammenarbeiten. Gemeinsam helfen sie Familien, die ihr Zuhause in den Fluten verloren haben. Der Konzern wird die Spendensumme seiner Beschäftigten dann verdoppeln.

„Wir möchten unseren Beitrag leisten, um die erste Not zu lindern – an unserem größten Standort in Leverkusen, aber auch in den vielen anderen Gebieten, wo die Menschen jetzt dringend Unterstützung benötigen“, sagte Matthias Zachert, Vorsitzender des Vorstands der LANXESS AG. Neben der finanziellen Unterstützung packen LANXESS-Mitarbeitende untereinander und in den betroffenen Gebieten auch selbst tatkräftig an. In Abstimmung mit der Stadt Leverkusen unterstützen sie zum Beispiel temporär beim Krisenmanagement oder helfen bei den Aufräumarbeiten vor Ort. Den Mitarbeitenden gewährt LANXESS dafür großzügige Freiräume, genau wie denjenigen, die als ehrenamtliche Helfer für Organisation wie etwa das DRK oder das Technische Hilfswerk in den Hochwassergebieten im Einsatz sind.

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Erstellt am 08.12.2022 - 23:33 Uhr