DORMAGO

Quelle: www.dormago.de

Müll-Ärger am Wahler Berg: Bürgermeister erhöht den Druck

(07.02.20, 11:12 Uhr / Presseinfo Stadt / duz)

Dormagen. Der Müll am Wahler Berg droht zum Dauer-Ärgernis zu werden: Immer wieder hinterlassen die Fahrer der dort und auf der Borsigstraße abgestellten Lkw im Umfeld Abfall und verrichten ihre Notdurft. „Die Anwohner-Beschwerden haben zuletzt wieder stark zugenommen“, erklärt Bürgermeister Erik Lierenfeld, der das Thema gestern bei einem Gesprächstermin mit Amazon angesprochen hat: „Und zwar sehr deutlich. Denn wenn ich höre, dass private Gärten als Toiletten genutzt werden, dann verstehe ich den Ärger der Bürgerinnen und Bürger.“

Trotz regelmäßiger Kontrollen durch den Außendienst des Ordnungsamtes und der Verkehrsüberwachung kommt es immer wieder zu Verstößen. „Da es sich aber in der Regel um ausländische Fahrzeuge handelt, werden Falschparker vor Ort in bar abkassiert und weggeschickt“, so der Bürgermeister. „Aber kaum sind die einen Lkw weg, rollen schon die nächsten an. Dasselbe gelte für den Müll, der in der Umgebung von den Technischen Betrieben und privaten Initiativen wie Rhein Clean Up um Karin Schwanfelder entfernt werde: „Auch da ist nach einem Tag alles wieder vermüllt“, sagt Lierenfeld.

Da eine Präsenz des Ordnungsdienstes rund um die Uhr nicht leistbar sei, nimmt der Verwaltungschef Amazon in die Verantwortung. Der Versandhändler betreibt den Logistik-Standort und setzt sich laut der Unternehmensphilosophie für Nachhaltigkeit und Umweltschutz ein. „Dieser Einsatz bedeutet am Standort Dormagen vor allem: Mehr geeignete Parkplätze für pausierende Lkw-Fahrer“, betont der Bürgermeister. Laut Tobias Rainer, Standortleiter der Verteilzentrums, wurde bereits ein Parkplatz auf dem Gelände mit 15 Stellplätzen geschaffen. Er wolle auch weiter an der Kommunikation mit den Lkw-Fahrern arbeiten, um auf das Verhalten der Fahrer einzuwirken. Dabei liegt der Fokus auf einem bestimmten Unternehmen, das besonders häufig in den Beschwerden auftaucht.

Zudem wünscht sich die Stadt auch eine Unterstützung durch das Unternehmen bei der Beseitigung des Mülls. „Weil der Lieferverkehr von und zu Amazon ganz klar Verursacher dieser Situation ist, erwarte ich auch Unterstützung bei der Lösung des Problems“, fordert Lierenfeld. Es gehe um eine gezielte Ansprache und Sensibilisierung von Subunternehmen, damit das Müllaufkommen in Zukunft endlich sinkt. Auch hier gab der Standortleiter eine klare Zusage: Der Lieferverkehr solle sich in Zukunft durch eine Optimierung der Taktung verbessern. Zudem prüft Rainer das Aufstellen von Mülleimern. „Unser Ziel ist es, ein guter Nachbar zu sein. Wir wollen mit der Stadt und den Nachbarn an einem Strang ziehen.“

Lierenfeld bezeichnete das Gespräch mit Amazon daher als „offen und konstruktiv“. Zugleich verwies er auf die Möglichkeit, gegen das Unternehmen eine Ordnungsverfügung zu erlassen. „Wir werden uns jetzt ansehen, ob wir in den nächsten vier Wochen gemeinsam zu einer Verbesserung der Lage am Wahler Berg kommen. Sollte das nicht der Fall sein, werden wir uns sofort ordnungsrechtlicher Mittel bedienen.“

Foto(s): © Stadt Dormagen

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Immer wieder neuer Müll am Wahler Berg





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Erstellt am 07.04.2020 - 12:36 Uhr