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Quelle: www.dormago.de

„Stadtradeln“ : Dormagen deutschlandweit viertstärkste Stadt

(20.11.19, 15:32 Uhr / Stadt Dormagen / bs)

Dormagen hat kräftig in die Pedale getreten. Beim dreiwöchigen „Stadtradeln“ im Sommer legten 1.629 Dormagener Radlerinnen und Radler insgesamt 289.428 Kilometern zurück und brachten der Sportstadt Platz zwei im Rhein-Kreis Neuss ein. Im bundesweiten Vergleich belegte Dormagen den vierten Platz. Jetzt erfolgte die Siegerehrung der Gewinnerkommunen in Hannover.

„Das ist ein super Ergebnis und eine tolle Anerkennung unserer Bemühungen als Sportstadt, die sich für Klima- und Umweltschutz einsetzt“, sagte Peter Tümmers, Fahrradbeauftrager der Stadt Dormagen, der die Aktion mit der Klimaschutzbeauftragten Lena van der Kamp betreut hat. Beim „Stadtradeln“ komme beides idealerweise zusammen. Tümmers betonte, dass die Aktion sehr gut von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird. „Darüber freuen wir uns sehr“, sagte der Fahrradbeauftragte.

Unter den 90 teilnehmenden Kommunen zwischen 50.000 und 99.999 Einwohnern konnte sich Dormagen bis fast an die Spitze radeln. Die Sportstadt belegte den vierten Platz hinter Gießen (307.336 Kilometer), Rheine im Kreis Steinfurt (318.591) und Spitzenreiter Garbsen (320.826). Bei der Auswertung der zurückgelegten Kilometer pro Einwohner landete Dormagen mit 4,51 sogar auf dem zweiten Rang hinter Garbsen.

In der Sonderkategorie „Stadtradel-Stars“ fuhr Martin Ritterbach vom RSC Nievenheim auf den 16. Platz von 186. Die Bedingung: In den gesamten 21 Tagen des Aktionszeitraums vom 14. Juni bis zum 4. Juli durfte er kein Auto von innen sehen. Ritterbach radelte in dieser Zeit insgesamt 1.387,4 Kilometer. Deutschlands aktivster „Stadtradel-Stars“ wurde Horst Tinnemeyer aus Ostrhauderfehn im Landkreis Leer mit 4.200 Kilometern.

Der Rhein-Kreis Neuss liegt im Gesamtergebnis auf einem zwölften Rang, in NRW sogar auf Platz vier mit insgesamt 1,04 Millionen gefahrenen Kilometern.

Bei der Ehrung der Gewinnerkommunen überreichte Olaf Lies, niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, die Preise. Ausgezeichnet werden die Bestplatzierten der fünf Größenklassen in den Kategorien „Fahrradaktivstes Kommunalparlament“ und „Kommune mit den meisten Radkilometern“.

Interview:

Peter Moch ist diesen Sommer zum dritten Mal beim „Stadtradeln“ mitgefahren. Und nicht nur das: Mit insgesamt 2534 gefahrenen Kilometern setzte er sich an die Spitze, wurde Stadtsieger und verteidigte seinen Titel aus 2018. Er äußert sich über seine eigenen Erfahrungen im Interview:

Peter Moch, es ist Ihnen gelungen, erneut die meisten Kilometer einzufahren. Herzlichen Glückwunsch noch einmal. Wie leicht ist Ihnen das gefallen?
Peter Moch: Ehrlich gesagt, überhaupt nicht leicht. Zudem ist es auch sehr zeitaufwendig, aber es hat sich gelohnt!

Das kann man wohl sagen! Hatten Sie das Double von Anfang an im Visier?
Moch: Nein. Ich wollte eigentlich einfach nur mitradeln und meinen Beitrag für die Umwelt leisten. Im Laufe der Wochen hat mich dann aber doch der Ehrgeiz gepackt.

Es ist Ihnen sogar gelungen, Ihren Rekord aus 2018 mit 2510 gefahrenen Kilometern um 24 weitere zu überbieten. Sie haben damit nicht nur sich selbst übertroffen, sondern auch einen ganz wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet.
Moch: Das stimmt. Deshalb habe ich auch sofort gesagt, dass ich selbstverständlich wieder mitmache. Das „Stadtradeln“ ist eine super Aktion. So werden viele Leute motiviert, mehr mit dem Fahrrad zu fahren, die sonst viel mit dem Auto unterwegs sind – auch für Kurzstrecken. Ich würde mir wünschen, dass die Aktion sogar noch etwas ausgebaut würde.

Dann würde es aber noch anstrengender werden.
Moch: Das stimmt. Drei Wochen im Jahr sind ein sehr guter Anfang. Aber der Umwelt zuliebe sollten die Bürger noch viel öfter das Auto einfach mal stehen lassen. Zudem wird man selbst auch viel fitter.

Jetzt haben wir erfahren, dass Dormagen auch bundesweit hervorragend abgeschnitten hat. Wie stolz macht Sie das?
Moch: Sehr stolz. Wer hätte das gedacht, dass das kleine Dormagen so viel erreichen kann. Das ist wirklich eine sehr starke Leistung.

Das klingt, als gingen Sie nächstes Jahr auch wieder an den Start. Soll diesmal der Hattrick her?
Moch: Wenn ich fit bin, werde ich selbstverständlich wieder mitfahren. Allein um etwas Gutes fürs Klima und die Stadt zu tun. Wenn es dann auch noch gut laufen sollte, dann schauen wir mal….

Wir sind gespannt! Vielen Dank für das Gespräch.

Foto(s): © Archiv / Dormago - bs

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Radiomoderator Maik Kivelip (l.) und der 2. Bürgermeister der Stadt, Michael Dries, (r.) gratulierten den drei erfolgreichsten Dormagener Stadtradlern Peter Moch (Mitte), Christoph Thiel (2. v.l.) und Mario Glaßmacher (2. v.r.) am 13. Juli.





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Erstellt am 19.01.2020 - 11:03 Uhr