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Quelle: www.dormago.de

18 Kuvasz-Hunde suchen neues Zuhause

(18.10.19, 12:32 Uhr / Presseinfo Kreis / duz)

Ein neues Zuhause suchen 18 Kuvasz-Hunde, die im August vom Kreisveterinäramt in einem Haus in Kaarst beschlagnahmt wurden. „Insgesamt 20 Tiere wurden auf engem Raum tierschutzwidrig gehalten“, erläutert Dr. Annette Kern vom Veterinäramt. „Wir haben zwei Hunde in der Familie gelassen und die anderen im Tierheim untergebracht.“ Dort wurden die vernachlässigten Vierbeiner mehrfach entwurmt und geimpft und damit vermittlungsfähig gemacht. Der Ursprung des Kuvasz wird auf nomadisierende Hirten mit großen schutzbedürftigen Herden aus asiatischen und mongolischen Steppengebieten zurückgeführt. Zum Schutz der Herden gegen Diebe und Raubtiere wurden große, mutige und wehrhafte Hirtenhunde benötigt.

An den Hunden interessierte Tierliebhaber wenden sich direkt ans Tierheim Oekoven, das 13 Hunde aufgenommen hat. Weitere vier Welpen leben zurzeit im Heim in Neuss-Bettikum und ein Hund in einer Pflegestelle. Sabrina Schulze, Leiterin des Tierheims Oekoven, berichtet, dass sie und ihr Team die Kuvasz-Hunde mittlerweile aufgepäppelt haben. „Körperlich geht es ihnen soweit gut, allerdings leiden einige der Hunde unter Knochendeformationen, andere haben Angstzustände.“ Abgegeben werden die Tiere nur an Menschen mit Hundeerfahrung. Dr. Annette Kern erklärt die Gründe: „Kuvasz-Hunde und brauchen einerseits Beschäftigung und Zuwendung, andererseits aber auch viel Auslauf. Sie sind für die Outdoor-Haltung geeignet und auf keinen Fall Schoßhunde.“ Die künftigen Halter müssen einen Sachkundenachweis für 20/40 Hunde mitbringen sowie eine Schutzgebühr in Höhe von 320 Euro pro Hund zahlen. Ein großer Hund (umgangssprachlich auch 20/40-Hund oder 40/20-Hund) ist im Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen eine Bezeichnung für Hunde, die ausgewachsen mindestens 20 kg schwer oder mindestens 40 cm groß (Widerristhöhe) sind.

Aufmerksamen Nachbarn war es zu verdanken, dass das Kreisveterinäramt vor mehreren Wochen einschreiten konnte: Sie hatten sich über Lärm und Gestank beklagt und darauf hingewiesen, dass die Tiere von ihren Besitzern vernachlässigt würden. Im Tierheim ließen sich die Tiere zunächst kaum streicheln; nach und nach wurden sie zutraulicher. Auch an Spaziergänge an der Leine müssen die Rüden und Hündinnen zum Teil erst gewöhnt werden. Dr. Frank Schäfer, Leiter des Kreisveterinäramtes, macht darauf aufmerksam, dass Bürger bei einem Verdacht auf Verstöße gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen immer sein Amt als zuständige Behörde informieren können. „Das Tierschutzgesetz sieht für solche Fälle einen umfangreichen Maßnahmenkatalog vor“, so Schäfer. „Wir prüfen im Einzelfall, ob die Tiere artgerecht gehalten und nicht vernachlässigt werden.“

Hinweise zu Verstößen gegen den Tierschutz nimmt das Veterinäramt des Rhein-Kreises Neuss unter Tel.: 02181 601 3901 oder per Mail entgegen. Wer einen der Hunde aufnehmen will, wendet sich direkt an das Tierheim Oekoven unter Tel.: 02183 7592.

Foto(s): © Tierheim Oekoven

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Sie suchen ein neues Zuhause: die Kuvasz-Hunde im Tierheim Oekoven





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Erstellt am 14.12.2019 - 22:47 Uhr