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Dormagen

Erweiterungsbau Chance für junge Menschen

18.09.2018 / 13:04 Uhr — Olga Jabs / duz

Foto: Malteser Grundsteinlegung für den Neubau, von links: Norbert Rath, technischer Leiter der Conesta Projekt Dormagen GmbH & Co. KG, Barbara Caron, Hausleitung des Malteserstift St. Katharina, Pfarrer Peter Stelten, Vize-Bürgermeister Hans Sturm und Roland Niles (Geschäftsführer der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH)
Grundsteinlegung für den Neubau, von links: Norbert Rath, technischer Leiter der Conesta Projekt Dormagen GmbH & Co. KG, Barbara Caron, Hausleitung des Malteserstift St. Katharina, Pfarrer Peter Stelten, Vize-Bürgermeister Hans Sturm und Roland Niles (Geschäftsführer der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH)
Hackenbroich. Das Junge Wohnen, das in dem Erweiterungsbau am Malteserstift St. Katharina entsteht, ist eine im Rhein-Kreis Neuss bisher einmalige ambulante Wohnform. Ziel ist es, jungen Menschen, die auf Pflege angewiesen sind, ein Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und den Kontakt zu Gleichaltrigen in ähnlicher Lebenssituation herzustellen. In dem Neubau auf dem Gelände des Malteserstift St. Katharina werden auf fünf Ebenen insgesamt 21 barrierefreie Wohneinheiten gebaut. Das Junge Wohnen umfasst zehn Appartements im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss. In den oberen drei Stockwerken entstehen elf Appartements für Wohnen mit Service, in die noch recht selbständige Senioren einziehen können.

Seit 2011 bietet das Malteserstift St. Katharina mit der Jungen Pflege einen stationären Schwerpunktpflegebereich für Menschen, die aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung bereits in jungem Alter pflegebedürftig sind. „Daher kennen wir die speziellen Bedürfnisse dieser jungen Menschen sehr genau und haben sie in dem Konzept des Jungen Wohnens berücksichtigt“, betont Roland Niles, Geschäftsführer des Trägers Malteser Rhein-Ruhr gGmbH. Bisher gibt es für junge Pflegebedürftige, die ambulant versorgt werden, zu wenig geeigneten behindertengerechten Wohnraum. Die meisten barrierefreien Wohnungen seien auf Senioren ausgelegt und für junge Mieter oft zu groß, berichtet Niles. Auch die Altersstruktur sei wichtig: Viele junge Menschen möchten ihr Leben trotz Einschränkungen aktiv und ihrem Alter entsprechend gestalten. Durch die Nähe zu Gleichaltrigen in einer ähnlichen Lebenssituation finden sie leichter Anschluss und können auch ihre Freizeit gemeinsam gestalten.

Möglichst selbstbestimmt leben mit dem nötigen Maß an Unterstützung
Die Appartements im Jungen Wohnen am Malteserstift St. Katharina sind circa 30 Quadratmeter groß und verfügen über ein barrierefreies Bad, eine Küchenzeile und einen Balkon oder eine Terrasse. Zusätzlich wird es einen großen Aufenthaltsraum mit Küche geben, in dem die jungen Mieter gemeinsam Zeit verbringen können. „Oft fällt es jungen pflegebedürftigen Menschen schwer, ihren Alltag zu strukturieren und ansprechend zu gestalten“, erklärt Barbara Caron, Hausleitung im Malteserstift St. Katharina. Deshalb wird eine Fachkraft der Wohn- und Pflegeeinrichtung die jungen Mieter bei der Freizeitgestaltung unterstützen, indem sie ihre früheren Hobbys und Interessen berücksichtigt. Für Ausflüge und Einkaufsfahrten steht der Hausbus des Malteserstift St. Katharina zur Verfügung. Die pflegerische Versorgung der jungen Menschen übernimmt ein ambulanter Pflegedienst.
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