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„Chorbusch sucht den Superstar“

04.10.2017 / 0:40 Uhr — duz

Foto: Dormago Die Sozialpädagogen Lutz Debus und Martina Warnatsch mit Schulleiterin Gabriele Fritz (Mitte)
Die Sozialpädagogen Lutz Debus und Martina Warnatsch mit Schulleiterin Gabriele Fritz (Mitte) Bürgermeister Erik Lierenfeld antwortete auf die Fragen der Kids
Bürgermeister Erik Lierenfeld antwortete auf die Fragen der Kids
Hackenbroich. Das Evangelische Jugendzentrum in Hackenbroich ist für seine engagierte Filmarbeit bekannt. Dabei geht es nicht nur darum, Filme anzusehen sondern auch eigene zu produzieren. Eine gelungene Zusammenarbeit stellt "Chorbusch sucht den Superstar" dar - 40 Schülerinnen und Schüler der Schule am Chorbusch betrachteten vor einigen Tagen im Jugendzentrum "ihren" Film, der im vergangenen Schuljahr gedreht wurde und Live-Auftritte sowie eigene Videoclips der Musik-AG zeigt. Prominenter Gast war Bürgermeister Erik Lierenfeld, der beeindruckt war: "Den Film fand ich gut."

Die Filmarbeiten haben allen Beteiligten einen Riesenspaß gemacht, das ist den Reaktionen der Kids zu entnehmen. Wochenlang hatten sie die ausgedruckten Liedtexte gelernt, um dann passend mitzusingen. Auf der Videoleinwand werden die "Superstars" erkannt, es gibt originelle Reaktionen und reichlich Lacher. Sozialpädagoge Lutz Debus denkt zurück an die intensive Arbeit mit je sieben Kindern in zwei Gruppen, 45 Minuten standen in der Woche zur Verfügung. Die Auseinandersetzung mit den Liedtexten war für ihn und seine Kollegin Martina Warnatsch von besonderem Interesse. Debus: "Bei ´Wenn sie tanzt` von Max Giesinger wurde natürlich darüber gesprochen, dass es problematisch sein kann, zu früh ein Baby zu bekommen." Auch im Schulunterricht beschäftigte man sich mit den Texten, betont Schulleiterin Gabriele Fritz. Was die praktische Auseinandersetzung mit dem Filmmaterial anbelangt: Über einen "richtigen" Schnittplatz würde man sich in Hackenbroich schon freuen. Derzeit muss sehr viel improvisiert werden.

Wenn der Bürgermeister schon vor Ort ist, dann wollen die Schülerinnen und Schüler auch Fragen stellen. "Nein", antwortet Erik Lierenfeld, "ich habe keine Bodyguards, weiß aber, wie ich mich in schwierigen Situationen verteidigen kann." Warum er Bürgermeister geworden ist? "Ich fand als 18-Jähriger, dass relativ wenig für uns Jugendliche gemacht wird. Das wollte ich verändern und hatte die Chance für das Amt zu kandidieren. Die Menschen haben mich gewählt und ich finde, es ist ein toller Job, für meine Stadt zu arbeiten." Der Aufwand überrascht die jungen Dormagener. "Ich arbeite in der Regel sieben Tage in der Woche rund hundert Stunden", sagt Lierenfeld, der aber weit davon entfernt sei, Millionär zu werden. Eine weitere bemerkenswerte Zahl: "Ich habe im Jahr rund 2000 Termine und Einladungen." Und mit Blick auf den zuvor gesehenen Film stellt Erik Lierenfeld fest: "Die eingeblendete BVB-Tribüne hat mir als Dortmund-Fan besonders gefallen."
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