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Martin Murray und das ZimmaOrkestra

29.05.2017 / 20:56 Uhr — duz

Foto: Dormago / duz Martin Murray mit Besuch auf der Bühne
Martin Murray mit Besuch auf der Bühne Das ZimmaOrkestra
Das ZimmaOrkestra
Dormagen. Wie schön: Nach längerer Pause stellte sich Martin Murray mit Gitarre und rauchiger Stimme mal wieder in Dormagen vor. Der Brite lebt inzwischen in Unna, dem Ruf seiner Dormagener Fans konnte er aber nicht widerstehen. Frank Picht setzte Murray vor das "ZimmaOrkestra" und landete damit einen Doppelcoup bei "Friday Night" in der Kulturkirche.

Von "Here comes the sun" bis zu "Always Look on the Bright Side of Life" sorgte Martin Murray für wippende Füße der Zuhörer. Gelegentlich wurde auch mitgepfiffen, etwa als der Musiker Peter Sarstedts "Where do you go to my Lovely" vortrug - und natürlich bei der Monty Python-Zugabe. Beifall gab es auch für den jungen Sven, der sein Handy als Stimmhilfe für die wohl unter den warmen Temperaturen besonders leidende Gitarre in Position brachte. Dabei stellte ein Besucher freilich fest: "Gitarrenstimmen wird eh überbewertet". Bei Murray fasziniert tatsächlich die Stimme und die Interpretation der bekannten Songs. Claptons "Tears in Heaven" widmete er spontan den Opfern des Anschlags von Manchester. Und quasi als Vertreterin des Publikums ging Brigitte Vesper auf die Bühne, um mitzusingen.

"Jetzt arbeite ich seit 18 Jahren für diesen Verein", sagte Lutz Debus. Und der Mitarbeiter des Evangelischen Jugendzentrums in Hackenbroich hätte nicht gedacht, dass "ich eines Tages auch mal hier singen würde." Nach dem Auftritt von "ZimmaOrkestra" wünscht man sich, dass es nicht bei dem einen Mal bleibt. Anfang 2015 starteten die fünf Musiker damit, gemeinsam Klezmer mit selbstgemachten deutschen Texten zu spielen. "Unsere Texte möchten Brücken bauen zwischen der Vergangenheit und der Zukunft, zu neuen Gedanken anregen und Frieden zwischen den Religionen und Ethnien stiften", betont ZimmaOrkestra auf der Website. Den Text zu einem umgeschriebenen alten hebräischen Friedenslied "habe ich nach Israel geschickt", schmunzelte Debus. "Doch die haben nur gesagt, das geht nicht. Ist ja auch so eine Sache: Wir wollen Frieden, wir als Deutsche..." Dazu passt der Kommentar zu einem anderen Lied: Papier ist weiß, Tinte schwarz - "Ja wenn alles so einfach wär."

Klezmer-Kenner kennen viele der Musikstücke, durch die eingesetzten Musikinstrumente und die eigenen Texte hören sie sich aber speziell an. ZimmaOrkestra besteht aus Wiebke Claussen (Akkordeon, Gesang), Ingo Debus (Windcontroller, div. elektronische Instrumente, Querflöte, Gesang), Lutz Debus (Kontrabass, Gesang), Adelheid Seehoff (Percussion) und Jürgen Zerbes (Saxophon, Gesang).
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