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Dormagen Premium-Partner für "wir2 "-Programm

29.05.2015 / 11:57 Uhr — Walter Blüchert Stiftung / bs

Foto: Stadt Dormagen Professor Matthias Franz von der Universität Düsseldorf, Anita Offel-Grohmann von der Walter-Blüchert-Stiftung, Gerd Trzeszkowski als Geschäftsführer der Dormagener Sozialdienst gGmbH, Bürgermeister Erik Lierenfeld und Jugendamtsleiterin Martina Hermann-Biert.
Professor Matthias Franz von der Universität Düsseldorf, Anita Offel-Grohmann von der Walter-Blüchert-Stiftung, Gerd Trzeszkowski als Geschäftsführer der Dormagener Sozialdienst gGmbH, Bürgermeister Erik Lierenfeld und Jugendamtsleiterin Martina Hermann-Biert.
Dormagen/Gütersloh. Die Statistik belegt: Die Anzahl der Alleinerziehenden nimmt stetig zu. Jedes fünfte Kind wächst mit einem Elternteil auf – in 90 Prozent der Fälle bei der Mutter. Viele Alleinerziehende meistern ihren Alltag mit großem Elan und Gelassenheit. Doch oft leiden sie auch unter verstärkten psychischen und sozialen Belastungen. Dazu trägt auch die vielfach nicht einfache finanzielle Situation bei. Bevor es zu gesundheitlichen Problemen kommt, bietet das Bindungstraining wir2 Hilfe an. Das nachhaltige Unterstützungsprogramm, das die Walter Blüchert Stiftung fördert, kann verhindern, dass auch die Kinder der Betroffenen Beeinträchtigungen erfahren. Denn vor allem für die Kleinen im Vor- und Grundschulalter besteht ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen, Verhaltensprobleme und beeinträchtigten Bildungserfolg. Diese Defizite sind nachweislich mit hohen gesellschaftlichen Kosten verbunden.

Mit einer Premium-Partnerschaft wollen nun die Stadt Dormagen und die Walter Blüchert Stiftung das seit Jahren erfolgreiche erprobte Programm als Social-Franchise-Modell fortsetzen und die Zusammenarbeit intensivieren. „Wir freuen uns, dass die Stadt Dormagen Vorreiter in diesem wichtigen Hilfsprogramm für Alleinerziehende ist“, sagt Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung. „Deshalb übernehmen wir auch für drei Jahre die Kosten für die Social-Franchise-Gebühr.“ Die Stadt kann dadurch von der kostenfreien Nutzung der wir2-Infrastruktur - Beratung, Support, Materialien - profitieren sowie von der kostenfreien Evaluation und Qualitätssicherung. Außerdem übernimmt die Stiftung die Kosten für den jährlichen Supervisionstag der geschulten Gruppenleiter.

Bürgermeister Erik Lierenfeld begrüßt die langfristige Kooperation: „Wir können Alleinerziehenden damit in Zukunft noch intensivere Unterstützung anbieten. Schon mit dem Vorläuferprojekt haben wir Dormagen gute Erfahrungen gemacht.“ Auch Gerd Trzeszkowski, Geschäftsführer der Dormagener Sozialdienst gGmbH (DoS), unterzeichnete den Kooperationsvertrag. „Die DoS ist Garant dafür, dass die Arbeit über drei Jahre fortgeführt werden kann. Wir übernehmen die Koordination der Hilfen und kümmern uns darum, dass geschulte Gruppenleiterinnen für das Bindungstraining zur Verfügung stehen“, erläutert er.

Das wir2-Programm (ursprünglich PALME) wurde am Universitätsklinikum Düsseldorf unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Franz als Elterntraining speziell für Alleinerziehende mit Kindern im Vor- und Grundschulalter auf entwicklungspsychologischen Grundlagen entwickelt und erfolgreich wissenschaftlich evaluiert. Es hat sich aufgrund seiner hohen und nachhaltig positiven Wirksamkeit auf das mütterliche Wohlbefinden und elterliche Kompetenzen mittlerweile in vielen Kommunen und Institutionen bewährt. Die Stadt Dormagen hat das PALME-Training bereits seit 2006 angeboten. Rund 100 Alleinerziehenden konnte dadurch bisher geholfen werden. Für die Teilnehmerinnen ist dieses Angebot unentgeltlich.
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